Rudas: Strache hat politische Mitverantwortung für Telekom-Skandal

Kindesweglegungs-Aktion der FPÖ wenig glaubwürdig

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas sieht im Bemühen der FPÖ, sich vom Telekom-Skandal zu distanzieren eine "wenig glaubwürdige Kindesweglegungs-Aktion" und pocht auf die politische Mitverantwortung Straches. "Bereits 2001 war Strache stellvertretender Klubobmann der FPÖ im Wiener Landtag. 2004 wurde er Parteiobmann der Wiener FPÖ, war somit Mitglied im FPÖ-Bundesparteivorstand. Ich sehe hier durchaus eine politische Mitverantwortung - zumal sich im Telekom-Prozess, wie auch bereits im U-Ausschuss, eine innerhalb der FPÖ gepflegte Kultur des Nehmens offenbart, die Strache nicht völlig verborgen geblieben sein kann", ist die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin überzeugt. ****

"Jedenfalls geht es hier um ein Sittenbild einer Partei, die, kaum an den Schalthebeln der Macht, schamlos über die Futtertröge hergefallen ist", erklärt Rudas und fährt fort: "Auch wenn die FPÖ ihre Führungsfiguren ausgetauscht hat, ist der Verdacht doch nicht von der Hand zu weisen, dass viele auch jetzt noch aktive Funktionäre der Partei die Früchte des schwarzblauen Macht-Missbrauchs genossen haben." In dem Zusammenhang weist Rudas auch darauf hin, dass der Verbleib der etwa 600.000 Euro, die im Zuge des Telekom-Deals vom Staatsanwalt als Schuldenerlass für die FPÖ vermutet wird, noch nicht geklärt ist. (Schluss) up/ps

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