FPÖ-Mölzer: Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen Syrien wäre falsch

Waffen dürfen nicht in die Hände von Islamisten gelangen - Brüssel hat sich stärker um den Schutz der syrischen Christen zu kümmern

Wien (OTS) - Gegen eine Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen Syrien sprach sich heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, aus. "So schrecklich das Blutvergießen im syrischen Bürgerkrieg auch ist, eine Bewaffnung der Rebellen wäre ein gefährliches Unterfangen. Insbesondere besteht die berechtigte Gefahr, dass die Waffen in die Hände islamistischer Gruppen gelangen oder an Islamisten in anderen Krisengebieten weitergegeben werden", warnte Mölzer.

Dabei verwies das freiheitliche Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des EU-Parlaments auf das Beispiel Libyens. "Nach dem Sturz der Gaddafi-Diktatur blieben die Waffen in den Händen der Rebellen, was ein enormes Sicherheitsrisiko für das Land darstellt. Und ein Teil der Waffen aus Libyen gelangte nach Mali oder eben nach Syrien, wo die dortigen Dschihadisten aufgerüstet wurden. Dieser Fehler darf in Syrien nicht wiederholt werden", hielt Mölzer fest.

Bezüglich Syriens forderte der freiheitliche EU-Mandatar, die Europäische Union müsse sich viel stärker als bisher um den Schutz der Christen kümmern. "Die syrischen Christen sind zwischen die Fronten des Bürgerkriegs geraten und brauchen deshalb einen starken Fürsprecher von außen. Vor allem aber muss verhindert werden, dass es zu Massakern an Christen oder ihrer Vertreibung kommt", schloss Mölzer.

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