Registrierung der Beschäftigten in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen: AK will diese gesetzliche Aufgabe übernehmen

Linz (OTS) - Ab Juni 2015 sollen jene, die in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie in einem medizinisch-technischen Dienst arbeiten, in ein öffentliches Register eingetragen werden. Das sieht ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers vor. Die Arbeiterkammer will diese Registrierung übernehmen. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer:
"Eine win-win-Situation für alle - für die Beschäftigten, deren Patienten und die Arbeitgeber."

Die Eintragung in das öffentliche Register ist zum Beispiel für diplomiertes Krankenpflegepersonal, Logopäden/-innen sowie Physio-und Ergotherapeuten/-innen vorgesehen. Das soll einerseits zu mehr Planbarkeit und Transparenz führen und andererseits das Vertrauen der Patienten/-innen in die Qualität der Pflegeleistungen stärken. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: "Niemand verfügt heute über genaue Zahlen, wie viele Personen in diesen Berufen tatsächlich arbeiten. Das wird sich mit der Registrierung ändern." Der Vorteil für die Patientinnen und Patienten: Sie können sicher sein, dass Personen, die im öffentlich einsehbaren Register eingetragen sind, gut ausgebildet sind und sich ihrer hohen Verantwortung in ihrem Beruf -Verschwiegenheit, Sensibilität im Umgang mit hilfsbedürftigen Personen - bewusst sind.

Dass die Arbeiterkammer mit der Führung dieses Registers betraut wird, wäre für AK-Präsident Kalliauer eine logische Konsequenz: "Die Mehrheit der Personen, die diese Berufe ausüben, sind unsere Mitglieder." Die Arbeiterkammer als gesetzliche Einrichtung könnte diese besondere öffentliche Aufgabe unter staatlicher Aufsicht übernehmen, wie etwa die Wirtschaftskammer bei der Lehrlingsausbildung. "Wir werden dies unparteilich und unabhängig für alle Berufsangehörigen tun - gleichgültig, ob sie selbständig oder unselbständig erwerbstätig sind", so Kalliauer.

Die Arbeiterkammer genießt in der Bevölkerung höchstes Vertrauen, wie alle Umfragen bestätigen. Kalliauer: "Wir besitzen die Kompetenz, die Registrierungsverfahren rechtlich korrekt und kostengünstig abzuwickeln."

Die Vorteile für die Beschäftigten durch die Registrierung liegen auf der Hand: In das Register werden neben Daten zur Person auch Ihre Ausbildung und alle absolvierten Fort-, Weiter- und Sonderausbildungen aufgenommen. Bei einem Wechsel der Arbeitsstelle ersparen sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig ein oft mühevolles Zusammentragen von Dokumenten, weil relevante Daten mit dem Eintrag ins Register überprüft und aktualisiert werden.
Die AK kann die Kooperation mit Berufsverbänden und Gewerkschaften bestmöglich gewährleisten. Das wird sich positiv auf die Qualität der Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten auswirken.

Ein weiterer Vorteil für die betroffenen Beschäftigten: Die AK kann einen einfachen Ablauf der Registrierung und die erforderliche Datensicherheit sicherstellen. Dazu kommt - durch die dezentrale Infrastruktur der Arbeiterkammer mit ihren vielen Außenstellen in allen Bundesländern und in allen Bezirken haben die Angehörigen der betreffenden Berufe einen einfachen Zugang zur Eintragung ins Register. AK-Präsident Kalliauer: "Das erleichtert den persönlichen Kontakt bei allen Fragen rund um Registrierung und Beruf."

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