Leitl an EU-Kommissar Hahn: Jetzt EU-Garantiefonds umsetzen

Regionalpolitik der EU wird laut Hahn von einer reinen Infrastrukturförderung zu einer breiteren Wirtschaftsförderung umgestaltet

Wien (OTS/PWK344) - "Kleinere und mittlere Unternehmen sind der Motor der europäischen Wirtschaft, schaffen Arbeit und Ausbildung und müssen im künftigen EU-Budget daher besonders bedacht werden", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Bei seinem Treffen mit EU-Regionalkommissar Johannes Hahn in Brüssel erneuerte er seine Forderung nach einem EU-Garantiefonds für kleinere und mittlere Unternehmen, dotiert etwa aus Strukturfondsmitteln:
"Damit könnte KMU der Zugang zu Finanzierungen erleichtert und so der Weg aus der Krise geebnet werden, ohne dass zusätzliches Geld aus dem EU-Budget fließen muss." Unternehmensgründer oder Betriebe, die sich entwickeln wollen, könnten so eine Garantie der EU kombiniert mit nationalen Garantien erhalten: Bei einer Dotierung mit nur 5 Milliarden Euro könnten KMU-Garantien von mindestens 50 Mrd. Euro generiert werden. Im Finanzrahmen 2014-2020 sind bereits einige Garantieinstrumente für KMU vorgesehen, was früheren Forderungen der WKÖ zu einem EU-Garantiefonds entspricht. Diese dürfen nun im Zuge der endgültigen Beschlussfassung nicht gekürzt werden.

Positiv bewertet Leitl das neue Konzept der EU-Regionalpolitik:
Sie wird laut Hahn von einer reinen Infrastrukturförderung zu einer breiteren Wirtschaftsförderung umgestaltet, um Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln. WKÖ-Präsident Leitl unterstützt diese Initiative des österreichischen EU-Kommissars: "Unsere Unternehmer brauchen einen raschen und unbürokratischen Zugang zu den von ihnen dringend benötigten Geldern. Nur so können sie Investitionen und Innovationen umsetzen, wachsen und mehr Menschen beschäftigen." Die künftige stärkere Konzentration der Förderung auf Innovation und KMU entspricht ebenfalls einer der Forderungen der WKÖ zur neuen Förderperiode 2014-2020.

Die Donauraum-Strategie wurde ebenfalls bei dem Treffen in Brüssel diskutiert: Rund 400 Projekte im Umfang von rund 49 Mrd. Euro sind geplant, über 100 Projekte sind bereits in der Umsetzung. Im ersten Fortschrittsbericht der Kommission wurde das von der WKÖ koordinierte Unternehmensforum Donauraum (Danube Region Business Forum) als erfolgreiches Projektbeispiel hervorgehoben. Dessen Ziel ist die Vernetzung von über 300 kleinen und mittleren Unternehmen im Donauraum durch Treffen von Geschäftsleuten und Vernetzung mit Forschungsinstituten und Hochschulen. Die Donauraum-Strategie soll in die neue Generation von Programmen für die Regionalpolitik im Zeitraum 2014-2020 eingebunden werden. (FA)

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