Tröls-Holzweber: Erster Schritt zum Bienenschutz in NÖ gesetzt

Überprüfung von Chemikalien auf europäischer Ebene lässt zu viel Zeit verstreichen

St. Pölten (OTS/SPI) - Als grundsätzlich guten Kompromiss in Sachen Pestizidverbot bezeichnet die SPNÖ-Sprecherin für Landwirtschaft und Umwelt, LAbg. Ilona Tröls-Holzweber, den gestern im NÖ Landtag beschlossenen Antrag hinsichtlich Maßnahmen zum umfassenden Bienenschutz. Lediglich in einem Punkt konnte keine Einigkeit erzielt werden. Trotz der Zustimmung aller anderen im Landtag vertretenen Parteien beharrte die ÖVP darauf, dass die Überprüfung weiterer Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit für Bienen auf europäischer Ebne stattfinden und nicht bereits auf nationaler Ebene durchgeführt werden solle. "Dieser Punkt war für uns nicht zufriedenstellend, da wir dadurch eine Verzögerung befürchten. Der deshalb von mir gestellte Abänderungsantrag, die Bundesregierung aufzufordern, dafür Sorge zu tragen, dass andere Mittel mit vermuteter ähnlicher Auswirkung auf die Bienenverträglichkeit verstärkt überprüft und allenfalls Zulassungsbeschränkungen erlassen werden, wurde aber leider nicht angenommen", so Tröls-Holzweber.

LAbg. Tröls-Holzweber wies in ihrem Debattenbeitrag auf die enorme Wichtigkeit gesunder Landwirtschaft hin: "Ich rede nicht von biologischen oder alternativen Formen der Landwirtschaft, sondern ich rede davon, dass der verstärkte Einsatz von Insektiziden bereits zum Aussterben tausender Bienenvölker geführt hat." Die Pestizide auf Basis der Neonicotinoiden sind hochwirksame Insektizide und wirken als Nervengift. Sie werden als Saatgutbeize verwendet und werden daher von den Pflanzen bis in die Blätter aufgenommen. Außerdem werden die Böden durch die giftigen Substanzen belastet, sodass es bei regelmäßiger Anwendung der Pestizide auch zu einer Anreicherung im Boden kommt. Dadurch können auch Pflanzen eine Belastung mit den Chemikalien aufweisen, die selbst nicht damit behandelt wurden. "Uns ist es daher wichtig, dass zu den bekannten drei Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam noch vier weitere Substanzen überprüft werden. Das muss aufgrund ihrer möglichen Gefährlichkeit für die Bienenvölker sehr rasch geschehen. Denn eine gesunde Landwirtschaft hilft allen Betroffenen, den Bäuerinnen und Bauern, den Konsumentinnen und Konsumenten und nicht zuletzt den Tieren. Diese Gesundheit zu erhalten sind wir auch der Zukunft unseres Landes schuldig", so LAbg. Tröls-Holzweber abschließend.

(Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

SPÖNÖ-Landtagsklub/SPÖNÖ Landesregierungsfraktion
Mag.a Rita Klement
Pressereferentin
Tel.: 02742 9005 DW 12506, Mobil: 0676/7007309
rita.klement@noel.gv.at
http://www.landtagsklub.noe.spoe.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001