BZÖ-Westenthaler: "Sportförderung ganz alt mit zwei Gießkannen"

Westenthaler fordert Umdenken im Vereinssport - weg von politischen Funktionären hin zu offener Vergabe

Wien (OTS) - Als "verpasste Chance" und "Sportförderung ganz alt statt Sportförderung neu" bezeichnete der Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses und BZÖ-Sportsprecher Abg. Peter Westenthaler das gestern im Nationalrat beschlossene Bundes-Sportförderungsgesetz. "Dieses Gesetz schreibt einfach den Status quo fort, da hätte ich mir vom neuen Sportminister mehr erwartet! Das einzige, was passiert ist: Wir stellen zur ersten Gießkanne eine zweite, teure Gießkanne dazu", kritisierte Westenthaler insbesondere die neu geschaffenen Gremien Sportförderungsfonds und Bundessportkonferenz. "Allein die geschätzten Kosten für den Fonds belaufen sich auf 1,5 bis 2 Millionen Euro jährlich - das ist Geld, das der Sportförderung abgeht!"

Die Sinnhaftigkeit dieser Gremien sei mehr als zweifelhaft, so Westenthaler: "Die Entscheidungen über die Fördervergabe werden in der Bundessportkonferenz mit einer Zweidrittelmehrheit getroffen -dabei stellt die Bundessportorganisation dort acht Mitglieder. Das ist eigentlich sagenhaft: Fördergeber und Fördernehmer sind de facto ident, die BSO entscheidet selbst, wie viele Förderungen sie bekommt. Besonders abenteuerlich: Sie kontrolliert sich auch noch selbst! Wie soll sich da etwas ändern, Herr Minister?"

"Das Ziel ist eine strukturelle Veränderung, damit wir wirklich etwas zum Besseren bewegen und wir eine echte Strukturreform bekommen. Im ganzen Vereinssport muss es ein Umdenken geben - weg von politischen Funktionären hin auch zu einer offenen Vergabe, die letztlich dann auch die Erfolge bringen kann", schloss Westenthaler.

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