Wirtschaft für Integration: Sprachförderungsmodell ist wichtiger erster Schritt

"Der Frage der Finanzierung schnell, mutig und kreativ stellen!"

Wien (OTS) - "Als wichtigen ersten Schritt mit Gestaltungswillen", bewerten die Obleute von Wirtschaft für Integration, Georg Kraft-Kinz und Ali Rahimi, das gestern von Bundesministerin Claudia Schmied und Staatssekretär Sebastian Kurz präsentierte Modell zur Sprachförderung in der Schule.

Der Informationsaustausch von Kindergarten und Volksschule über die Deutschkenntnisse des Kindes und die Zuständigkeit der SchulleiterInnen über Modelle und die notwendige beste Förderung für die Kinder sind wichtige erste Schritte. "Aber: Wir müssen uns der Frage der Finanzierung schnell, mutig und kreativ stellen!", zeigen sich Kraft-Kinz und Rahimi besorgt darüber, dass nicht gleichzeitig das politische Bekenntnis für entsprechende finanzielle Ressourcen erfolgt.

Wer jetzt in die Bildung investiert, sichert Lebensqualität und Wirtschaftsstandort

"Wir tragen heute Verantwortung für Morgen! Wir handeln fahrlässig gegenüber den Kindern und Jugendlichen von heute, wenn wir zu lange mit Modellregionen und Pilotversuchen über mangelnde finanzielle Ressourcen hinwegtäuschen!", plädieren Kraft-Kinz und Rahimi für einen entschiedenen Umgang mit der Zukunftsfrage Bildung. "Wer jetzt in die Bildung investiert, sichert Lebensqualität und Wirtschaftsstandort!"

Kooperation mit Wirtschaft suchen: Nationale Kraftanstrengung - über Bildungsanleihe nachdenken

Kraft-Kinz und Rahimi fragen "aus welchen Budgetmitteln sollen die notwendigen Maßnahmen finanziert werden!?" Sie "ermutigen die Politik schon jetzt - und nicht erst nach den Wahlen - in der Finanzierung der Bildung Ideen mit der Wirtschaft zu entwickeln. Warum nicht über eine Bildungsanleihe nachdenken?" fragt Kraft-Kinz. "Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung für Bildung in Österreich, finden wir kreative Modelle um notwendige Maßnahmen schnell umsetzen zu können!"

Deutsch und Mehrsprachigkeit: Kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch

"Wenig Verständnis" haben Kraft-Kinz und Rahimi für den "parteipolitischen Reflex anlässlich der notwendigen Bildungsdebatten immer wieder in altbekannte Muster Deutsch contra Mehrsprachigkeit zu verfallen".

Für die Obleute von Wirtschaft für Integration gibt es keinen Zweifel, "dass die Verkehrs- und Umgangssprache Deutsch zu beherrschen ein grundsätzliches Bildungsziel ist". Aber sie betonen auch, "dass es fahrlässig ist, das Potential der Mehrsprachigkeit in Wort und Schrift nicht zu fördern!"

ONLINE Petition "Chancengleichheit JETZT: Für mutige Reformen in der Integrationspolitik"

Mit der gestern, am 23. Mai.2013, gestarteten Online Petition "Chancengleichheit JETZT: Für mutige Reformen in der Integrationspolitik", lädt der Verein Wirtschaft für Integration ein "Politikerinnen und Politiker zu ermutigen, sich für eine vorwärtsgerichteten Auseinandersetzung mit dem Thema Zusammenleben zu entscheiden".

Im Punkt CHANCENGLEICHHEIT IM BILDUNGSSYSTEM wird für ein Bildungssystem plädiert, das der Bildungsvererbung durch familiäre und/oder soziale Herkunft entgegenwirkt und kulturelle und sprachliche Vielfalt fördert.

Als Handlungsbedarf wird in der Nacharbeit des Österreichischen Integrationstages 2013 definiert:

  • Ausbau der Ganztagsschule
  • Anerkennung von Kinderkrippe und Kindergarten als wesentliche Teile des Bildungssystems
  • Mehrsprachigkeit im Lehrplan verankern; das Erlernen von Muttersprachen in Wort und Schrift fördern
  • verbesserte Ausbildung für alle PädagogInnen, die auf soziale, kulturelle und sprachliche Vielfalt vorbereitet- sozialpädagogisch und psychologisch geschultes Personal zur Unterstützung an den Bildungseinrichtungen - auch für den Schwerpunkt "Arbeit mit Eltern"

Kraft-Kinz und Rahimi: "Als Wirtschaftsverein sagen wir: Das 'Unternehmen Österreich' braucht mehr Mut! Alte Konzepte sind defensiv, setzen auf Abschottung und vordergründiges Besitzstandsdenken - gefährden aber genau damit Lebensqualität und wirtschaftliche Weiterentwicklung.

Weitere Informationen: www.vwfi.at/onlinepetition.html

Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien ist Gründungs- und Hauptsponsor von Wirtschaft für Integration.

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Mag.a Meri Disoski
Geschäftsführerin
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