Wurm: AK-Studie belegt noch immer vorhandene Nachteile für Frauen nach Karenz

Wien (OTS/SK) - "Kinderbetreuungsplätze müssen flächendeckend und vor allem auch im ländlichen Raum rasch ausgebaut werden. Sie sind das effektivste Mittel, damit Frauen auch die Möglichkeit haben, nach der Karenz schneller wieder in den Beruf einsteigen zu können. Denn wie die AK-Studie belegt, haben Frauen im Gegensatz zu Männern durch längere Karenzzeiten Einbußen bei Einkommen und Karriereverlauf zu befürchten", sagte SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm zur heute, Donnerstag, veröffentlichten Studie der Arbeiterkammer. Zudem brauche es einen Papamonat auch in der Privatwirtschaft, damit sich die Väterbeteiligung erhöhe. "Denn Kinderbetreuung ist keine reine Frauenangelegenheit, sondern Elternsache", betonte Wurm auch zu den Aussagen der FPÖ-Abgeordneten Kitzmüller, die die Rolle der Frau noch immer ausschließlich als die der Hausfrau und Kindererzieherin sieht. ****

Im öffentlichen Dienst gibt es den Papa-Monat bereits seit 1. Jänner 2011, die Erfahrungen damit sind sehr positiv. "Jetzt ist die Privatwirtschaft am Zug. Denn wenn sich Eltern die Betreuung der Kinder teilen und die Väter mehr 'Papa-Monate' und Väterkarenz in Anspruch nehmen, dann haben die Frauen die Wahlmöglichkeit früher zurück in ihren Job zu gehen und müssen damit nicht weniger Einkommen und Karriereknicks befürchten", betonte Wurm.

Denn trotz aller Fortschritte in der Gleichberechtigung ergibt sich in vielen Partnerschaften spätestens mit dem ersten Kind wieder die traditionelle Rollenaufteilung. "Wie Studien belegen, bleiben zwei Drittel der Haus- und Betreuungsarbeit noch immer an den Frauen hängen und das ist mit einem Vollzeitberuf nicht zu schaffen", sagte Wurm. Das kann mit einer gerechteren Aufteilung der Kinderbetreuung durch Papa-Monate und Väterkarenz erreicht werden, dadurch nimmt auch das Verständnis für die Rolle des anderen zu", unterstrich die SPÖ-Frauensprecherin abschließend. (Schluss) mb/sl

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