BM Schmied und StS Kurz präsentieren umfassendes Sprachförderungs-Programm - "Alle Potentiale nutzen"

Mehrstufen-Programm wird ab sofort umgesetzt - Sprachförderung als durchgängiges Prinzip - Schulstandorte entscheiden in Eigenverantwortung

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute, Donnerstag, gemeinsam mit Integrationsstaatssekretär Kurz ein umfassendes Sprachförderungs-Programm vorgestellt. Das Mehrstufen-Programm wird ab sofort schrittweise umgesetzt und stellt klar, dass alle Kinder im Kindergarten und in der Schule gefördert werden sollen. "Unser Ziel ist es, dass jedes Kind, das in Österreich die Schule besucht, bis zum Alter von zehn Jahren die Unterrichtssprache Deutsch beherrscht", bekräftigte Ministerin Schmied. Umso wichtiger sei es daher, dass die Sprachförderung als durchgängiges Prinzip für alle Kinder in allen Unterrichtsbereichen etabliert werde, sagte Schmied. Künftig werden standortgerechte Modelle zur Sprachförderung eingerichtet, die Entscheidung über die jeweilige Form der Sprachförderung liegt dabei in der Verantwortung der Schulstandorte. Außerdem starten ab dem Schuljahr 2013/14 in allen Bundesländern Modellprojekte zur Sprachförderung, betonte Ministerin Schmied. ****

Sprachförderung sei ein "zentrales Thema für die Weiterentwicklung Österreichs. Es ist aus wirtschaftlicher, sozialer und auch aus demokratiepolitischer Sicht absolut notwendig, alle Potentiale junger Menschen in Österreich bestmöglich zu nutzen. Wir dürfen niemanden zurücklassen", machte Schmied klar. Klar sei, dass "Bildungserfolg in Österreich nur mit Kenntnis der deutschen Sprache möglich ist", so Schmied mit Verweis auf bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahmen wie das verpflichtende Kindergartenjahr und die Sprachförderung für außerordentliche Schülerinnen und Schüler. Besonders wichtig für die Sprachförderung sei es auch, "ganztägige Schulformen zu forcieren", bekräftigte Schmied.

Wesentliche Eckpunkte des Sprachförderungs-Programms

Bildungsministerin Schmied umriss im Pressegespräch zum Thema "Mehr Sprachkompetenz - mehr Zukunft" folgende wichtige Punkte des umfassenden Sprachförderungs-Programms:

+ Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen bei Schulaufnahme durch einen verbindlichen Erlass (stärkere Berücksichtigung der unterrichtssprachlichen Kompetenz)
+ gut begleiteter Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule (Infoaustausch zwischen Kindergarten und Volksschule)
+ standortgerechte Modelle zur Sprachförderung unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten (Standort entscheidet über spezifische Förderungsform wie z.B. integratives Modell, Vorschule oder Mischform)
+ Sprachförderung als durchgängiges Prinzip für alle Kinder und speziell für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache und für "Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger"
+ Leseförderung wird als wichtiger Teil der sprachlichen Bildung auch für Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch per Erlass dargestellt + Professionalisierung der Lehrenden in Aus- und Fortbildung
+ gute Abstimmung von schulischen und außerschulischen Unterstützungsangeboten
+ Start von Modellprojekten zur Erprobung unterschiedlichster Sprachförderungssysteme (wissenschaftlich begleitet und evaluiert; Kooperation zwischen Pädagogischen Hochschulen, BAKIP, Übungskindergärten in den Bundesländern)
+ Vorbereitung mittelfristiger Maßnahmen: z.B. Gespräche über zukünftige Zusatzressourcen unter Berücksichtigung des sozio-ökonomischen Hintergrunds des Schulstandorts.

Bildungsministerin Schmied erklärte weiters, dass die Sprachförderung viel mit Chancengerechtigkeit zu tun habe und bedankte sich bei Staatssekretär Kurz für die gute Zusammenarbeit bei diesem zentralen Thema.

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