- 23.05.2013, 14:00:25
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Tamandl: SPÖ-Zwangs-Papamonat bringt niemanden etwas
AK-Studie basiert auf veralteten Zahlen und ist mit Vorsicht zu genießen
Utl.: AK-Studie basiert auf veralteten Zahlen und ist mit Vorsicht
zu genießen =
Wien (OTS) - "Für viele junge Väter ist es ein Anliegen, die ersten
Wochen nach der Geburt mit ihrer Familie verbringen zu können. Wir
lehnen aber eine Zwangsmaßnahme wie den von der SPÖ geforderten
Papamonat ohne Flexibilität ab. Eine Vorziehungsmöglichkeit der
Vätermonate sowie die Möglichkeit des Parallelbezugs mit dem
Wochengeld, wären hier die perfekte Lösung mit maximaler Flexibilität
für die jeweilige Familie", so Gabriele Tamandl ÖAAB-FCG
Fraktionsvorsitzende der Wiener Arbeiterkammer.
"Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst nicht nur ein
Frauenthema. Laut einer aktuellen Studie (GFK), sind zwei Drittel der
Männer bereit, Teilzeit in Anspruch zu nehmen um mehr Zeit für ihre
Familie zu haben. Allerdings nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Zu diesen Rahmenbedingungen gehören auch die Unterstützung bei der
Kinderbetreuung, die Familienfreundlichkeit von Unternehmen sowie die
arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen. Ein Schlechtreden der Teilzeit
geht an den Wünschen der Menschen vorbei. Fast 80 Prozent wünschen
sich sogar mehr Möglichkeiten um in Teilzeit zu gehen", so Tamandl.
"Die jüngst präsentierte AK-Studie ist mit Vorsicht zu genießen, denn
sie arbeitet mit veralteten Zahlen. Sie berücksichtigt die
Möglichkeit des einkommensabhängigen Kindergelds nicht. Doch gerade
dieses bringt nachweislich einen schnelleren und erfolgreichen
Wiedereinstieg für Frauen. Was hingegen die AK-Studie korrekt
aufzeigt ist, dass lange Karenzzeiten noch immer nicht ausreichend
angerechnet werden. Denn lange Karenzen bedeuten weiterhin einen
Karriereknick. Um die Benachteiligung der Frauen in Karenz zu
verkleinern, brauchen wir daher zwei zentrale Maßnahmen. Erstens die
Anrechnung der Kinderbetreuungszeiten bei Gehaltsvorrückungen und
zweitens die Anerkennung von Elternkarenzen als Vordienstzeiten - und
zwar in allen Kollektivverträgen", so Tamandl abschließend.
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