Kinderfreunde: Sprachförderungsprojekte ausbauen und fortsetzen

Die Österreichischen Kinderfreunde begrüßen die von Unterrichtsministerin Schmied und Staatssekretär Kurz vorgestellten Konzepte.

Wien (OTS) - "Wenn es um Sprachförderung geht, freuen wir uns über alle Anstrengungen, die von Seiten des Unterrichtsministeriums unternommen werden", erklärt Jürgen Wutzlhofer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. "Es gibt einige gute Ansätze im heute präsentierten Programm von Unterrichtsministerin Claudia Schmied und Staatssekretär Kurz", so Wutzlhofer weiter. Es sei jedoch gerade im Bereich der Sprachförderung noch viel zu tun. An erster Stelle müsste immer der Ansatz stehen, die Förderung auf inklusivem Weg im Gesamtverbund der Klasse durchzuführen: "Die Aufteilung in spezielle Förderklassen oder Rückstufung in die Vorschule dürfen nur das letzte Mittel sein. Sprachförderung betrifft alle Kinder und um diese durchzuführen braucht es ausreichend Ressourcen, Personal, Zeit und die richtige Ausbildung der Pädagog/innen", stellt Wutzlhofer klar. "Wir Kinderfreunde fordern schon seit längerer Zeit ein besonderes Augenmerk auf diesen Bereich. Dazu braucht es jedoch auch begleitende Maßnahmen wie zum Beispiel die Vermittlung von interkultureller Kompetenz an Lehrpersonen, einen besonderen Schwerpunkt auf die muttersprachliche Förderung der Kinder sowie besondere Anstrengungen im Bereich der Elternbildung", fordert Wutzlhofer.

Besonders erfolgsversprechend seien für Wutzlhofer Mentoring-Projekte wie das an mehreren Schulen in Wien durchgeführte Projekt "Nightingale". Dabei verbringen Schüler/innen mit Migrationshintergrund ihre Freizeit gemeinsam mit Student/innen der Pädagogischen Hochschule und der Universität. Die Erfahrung mit diesem Projekt zeige, dass vor allem informelle Bildung im Sprachbereich große Erfolge erzielen kann: "Derartige Projekte vermitteln positive Vorbilder für ihre Bildungskarrieren und zeigen den Kindern, dass Spracherwerb und Förderung ihrer Talente zu Erfolg und Aufstieg durch Bildung führen können", hält Wutzlhofer fest. Es brauche in diesem Bereich Unterstützung für mutige und spannende Projekte, die es in vielen Organisationen schon gibt: "Viele Organisationen wie die Kinderfreunde arbeiten tagtäglich in diesem Bereich und zeigen durch erfolgreiche Projekte, wie Integration funktionieren kann. Wir hoffen, dass solche Projekte auch weiterhin ausreichend unterstützt und ausgebaut werden können", so Wutzlhofer abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Daniel Bohmann, Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde
Tel.: 01/512 12 98/60, 0699/19529488, daniel.bohmann@kinderfreunde.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KIB0001