Eigentumssteuern treffen klein- und mittelständische Unternehmen!

Studie der KMU Forschung Austria zeigt: Massive Auswirkungen auf den heimischen Betriebsstandort zu befürchten - Beispiel 7: KFZ-Technik-Betrieb im Westen Österreichs

Wien (OTS/PWK338) - Neue Vermögens-bzw. Eigentumssteuern würden die heimischen Betriebe unabhängig von Gewinn oder Verlust direkt in der Substanz treffen und Standort und Arbeitsplätze gefährden. Zwei Drittel der Eigentumssteuern müssten dabei die Betriebe leisten. Das ist der Sukkus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria über die Auswirkungen einer Einführung der in Diskussion befindlichen Eigentums- und Vermögenssteuern.
Österreich liegt bereits jetzt im EU-Spitzenfeld bei der Steuer- und Abgabenlast. Um den heimischen Standort zu attraktivieren, gilt es, die Steuerlast zu vermindern, denn Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und neue Steuern sind kontraproduktiv für die weitere Entwicklung unseres Landes.

Vor diesem Hintergrund liefert die WKÖ Fakten auf Basis der Studie der KMU Forschung Austria zu den erwartbaren Auswirkungen von neuen Eigentums- und Vermögenssteuern auf Betriebe unterschiedlicher Größen und Sparten. Die Beispiele beruhen dabei auf Daten jener Betriebe, die sich in der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria befinden und spiegeln damit 1:1 die betriebliche Situation wider.

KFZ-Technikbetrieb mit bis zu 7.000 Euro Vermögenssteuer betroffen!

Die Auswirkungen von etwaigen Eigentumssteuern zeigen sich bei einem inhabergeführten Einzelunternehmen der Kraftfahrzeugtechnik im Westen Österreichs folgendermaßen: Der Betrieb beschäftigte durchschnittlich weniger als 10 Personen im Jahr 2010. Er wies einen Jahresumsatz von rd. Euro 0,8 Mio aus und das Unternehmensergebnis (vor Ertragssteuern) betrug rd. Euro 100.000,-. Da es sich um ein Einzelunternehmen handelt, ist der Unternehmer einkommenssteuerpflichtig. Die ESt ist abhängig von der Höhe des entnommenen Gewinns.
Der Kraftfahrzeugtechniker hat im Jahr 2010 ein Reinvermögen in der Höhe von rd. Euro 1,5 Mio. Eine Immobilie befindet sich im Betriebsvermögen.

Bei einem zur Diskussion stehenden Steuersatz von 0,3 % und einem Freibetrag von Euro 1 Mio ergäbe sich für den Kraftfahrzeugtechniker eine jährliche Vermögenssteuer in Höhe von rd. Euro 1.500,-; bei einem Freibetrag von Euro 0,5 Mio würde die Steuer etwa Euro 3.000,-betragen. Bei einem Steuersatz in Höhe 0,7 % würde die zu zahlende Vermögenssteuer je nach Freibetrag zwischen rd. Euro 3.500,- und rd. Euro 7.000,- liegen. (us)

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