FPÖ-Mölzer: Islands Abkehr von EU ist bedauerlich, aber verständlich

EU-Zentralismus und drohende Bevormundung hat Isländer abgeschreckt - Bei europäischer Konföderation wäre Entscheidung Reykjaviks wohl anders gewesen

Wien (OTS) - Es sei einerseits bedauerlich, aber andererseits auch verständlich, dass Island die Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union aussetze, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andras Mölzer. "Schließlich ist Island ein Teil Europas, weshalb ein Beitritt dieses Landes zur EU wünschenswert ist. Aber die Entscheidung der neuen Regierung in Reykjavik ist zu akzeptieren", hielt Mölzer fest.

Für die Abkehr Islands von der EU sei wohl auch das derzeitige Erscheinungsbild der Europäischen Union ausschlaggebend gewesen, so der freiheitliche Europaabgeordnete. "Die EU entwickelt sich immer mehr zu einem zentralistischen Bundesstaat, und der Reglementierungswahn nimmt immer skurrilere Formen an. Für das freiheitsliebende Volk der Isländer muss diese Aussicht auf Bevormundung abstoßend sein", erklärte Mölzer.

Deshalb sei davon auszugehen, dass die Entscheidung Reykjaviks eine andere gewesen wäre, wenn die Europäische Union eine Konföderation wäre, meinte der freiheitliche EU-Abgeordnete. "Hier ist Brüssel gut beraten, die bisherige Politik zu überdenken. Und zudem müsste überlegt werden, ob es neben einer Vollmitgliedschaft in der EU nicht auch noch andere Formen der Anbindung geben sollte", schloss Mölzer.

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