Zukunft der Windkraft in NÖ?

NÖ Landtag stimmt heute über neue Rahmenbedingungen für Windkraft ab

St. Pölten (OTS) - Der niederösterreichische Landtag wird heute die Erstellung eines Raumordnungsprogrammes für Windkraft, welches Zonen in denen Windkraft entwickelt werden kann und Zonen die für die Nutzung der Windkraft ausgeschlossen sein sollen, festlegen. Während der Erarbeitung des Programmes soll ein Stopp für neue Windkraftprojekte gelten. "Wenn in den nächsten Monaten ein objektiver und kompakter Erstellungsprozess gelingt, kann die Klarheit auch zu einem positiven Ergebnis für die Windkraft führen" so Mag. Stefan Moidl.

Novelle des Raumordnungsgesetzes Im niederösterreichischen Landtag wird heute eine Novelle zum Raumordnungsgesetz, welche die Erstellung eines Raumordnungsprogrammes für Windkraftanlagen vorsieht, behandelt. In Niederösterreich benötigen Windprojekte bisher eine Flächenwidmung im Grünland, welche durch Beschluss der Gemeinde erfolgt. Nunmehr ist geplant, dass vom Land Zonen festgelegt werden, welche für die Windkraftentwicklung vorgesehen sind. Nur in diesen Zonen können die Gemeinden in Zukunft Windkraftanlagen widmen. Während der Erarbeitung dieser Zonen soll ein Widmungsstopp für neue Windkraftprojekte gelten. "Die Windbranche steht einer landesweiten Zonierung nicht prinzipiell negativ gegenüber. Dieses Instrument wird etwa im Burgenland und in diversen anderen Staaten der EU bereits seit Jahren angewendet. Doch wichtig ist, dass der Prozess, wie angekündigt, bis Ende des Jahres zu einem positiven Abschluss kommt", so Mag. Stefan Moidl.

Ziele des Energiefahrplans 2030 und des Ökostromgesetzes wichtig Essentiell ist aus Sicht der IG Windkraft, dass die langfristigen Zielsetzungen des im NÖ Landtag beschlossenen "Energiefahrplan 2030" auch tatsächlich umgesetzt werden. "Um die Zielsetzungen des Energiefahrplans 2030 und auch des Ökostromgesetzes erreichen zu können, braucht es rasch Klarheit und danach die Möglichkeit zur Entwicklung und Umsetzung neuer Windkraftprojekte. Andernfalls wären diese Zielsetzungen gefährdet", so Stefan Moidl.

Schon bisher klare Lenkung des Windkraftausbaus Da Niederösterreich den höchsten Ausweisungsgrad von Schutzgebieten aller Bundesländer aufweist, in denen aus den rechtlich bereits vorliegenden Rahmenbedingungen die Errichtung von Windkraft nicht möglich ist, und Niederösterreich die strengsten Regelung für die Abstände zum Siedlungsgebiet hat, gab es bereits bisher eine hohe Lenkungswirkung des Landes. Deswegen stehen die bestehenden Windkraftanlagen in Niederösterreich auch an Standorten, welche weder für die Natur, wie etwa der Vogelwelt, noch für Anrainer problematisch sind. Auch hat sich die Windbranche in den letzten eineinhalb Jahren pro-aktiv in die kleinregionalen Entwicklungskonzepte zur Windkraft, z.B. in der Region Mistelbach oder im Marchfeld, eingebracht.

Die Windenergie ist die beliebteste Stromerzeugungstechnologie 87% der NiederösterreicherInnen sprechen sich in einer aktuellen Meinungsumfrage von Karmasin Motivforschung klar für den Ausbau der Windkraft aus."Windenergie" wird weithin überwiegend positiv wahrgenommen und mit positiven Begriffen in Zusammenhang gebracht: 82% der niederösterreichischen Bevölkerung assoziieren mit diesem Begriff "saubere Energieerzeugung", gefolgt von "Zukunft" und "heimische Energie". Auch die in der Nähe von Windrädern lebende Bevölkerung sieht zu 15 % positive Auswirkungen auf ihrer Lebensqualität, nur zu 4 % negative und über 80 % erkennen keine Auswirkungen auf ihre Lebensqualität.

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