Grüne: Zeitgemäße Familienpolitik muss beide Geschlechter im Auge haben

Musiol und Schwentner: AK-Studie bestärkt Grüne Familienpolitik

Wien (OTS) - "Die jüngste Studie der Arbeiterkammer (AK) zeigt, dass Frauen nach der Karenz oft mit massiven Benachteiligungen konfrontiert sind. Sie ist eine weitere Bestärkung der Familienpolitik der Grünen und ein Auftrag an die Politik", sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen. Die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner ergänzt: "Es muss uns gelingen, dass Familienarbeit nicht allein Frauensache ist. Eine lange Karenzdauer, forciert durch das Kinderbetreuungsgeld, bringt Müttern massive Nachteile im Berufsleben und kann langfristig zu Altersarmut führen. Daher muss zeitgemäße Familienpolitik beide Geschlechter im Auge haben."

"Es ist unser Ziel das Kinderbetreuungsgeld so zu verändern, dass Vater und Mutter allmählich gleich lange ihrem Beruf fern bleiben. Das Grüne Karenzmodell sieht daher eine Reduktion auf ein einkommensabhängiges Modell für alle vor, das maximal bis zum 18. Lebensmonat des Kindes in Anspruch genommen werden kann. Wesentlich daran ist eine Ausdehnung der Partnermonate sowie ein automatisierter Papamonat nach der Geburt eines Kindes", sind sich Musiol und Schwentner einig.

"Wenn zwei Jahre nach der Geburt eines Kindes nur 38 Prozent, und nach vier Jahren nur 70 Prozent der Frauen im Job zurück sind, während Kinder den beruflichen Werdegang von Männern kaum beeinflussen, so sollten die Alarmglocken der Regierung schrillen", meint Schwentner.

Der weitere Ausbau von Krippen und Kindergärten sowie eine Ausdehnung der Öffnungszeiten muss absolut Vorrang haben. Denn nicht jede Frau ist freiwillig in Teilzeit oder gänzlich zu Hause. Viele Probleme beim Wiedereinstieg entstehen durch Mängel im elementaren Bildungsbereich. 15 Millionen Euro investiert der Bund Jährlich in den weiteren Ausbau. "Das ist bei weitem zu wenig um dem Bedarf gerecht zu werden. Würde die Regierung Familienleistungen umschichten und das Kinderbetreuungsgeld reformieren, so stünden 300 Millionen Euro Jährlich für Krippen und Kindergärten bereit. Hier muss sich endlich etwas bewegen", sagt Musiol.

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