FPÖ-Unterreiner: Volkskundemuseum als Säule der Identität stärken!

Völkerkundemuseum wieder zu eigenständigem Bundesmuseum umwandeln

Wien (OTS) - Im Rahmen der gestrigen Verhandlungen im Nationalrat wurden zwei Anträge der freiheitlichen Kultursprecherin, NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner, verhandelt, deren Gegenstand das Volkskunde-sowie das Völkerkundemuseums sind.

"Unser Volkskundemuseum ist aufgrund seiner umfangreichen Sammlungen und Forschungstätigkeit zur Volkskunst und Regionalkultur Österreichs das größte und bedeutendste seiner Art in Europa. Dieses Haus mit jährlich nur 400.000 Euro abzuspeisen ist eine kulturpolitische Schande! Es gibt unzählige Multi-Kulti-Tempel, die jährlich mit satter Unterstützung rechnen dürfen. Auf der anderen Seite zerbröselt das Volkskundemuseum in Wien. Was frühere Generationen über Jahrhunderte mit Liebe und Sachwissen zusammengetragen haben, dämmert im Palais Schönborn vor sich hin", legte Unterreiner die Lage des Volkskundemuseums dar.

"Die Kernaufgabe des Völkerkundemuseum ist die Beschäftigung mit den materiellen und immateriellen Zeugnissen verschiedenster Völker. Alleine für den Umbau erhält es jetzt 25 Millionen Euro. Davon kommen großzügig aus dem Kunst und Kulturbudget allein 19 Millionen Euro und der Rest in Höhe von sechs Millionen kommt vom Wirtschaftsministerium. Außerdem wird der jährliche Betrieb zusätzlich zwei Millionen Euro kosten. Die Tätigkeit dieses Hauses möchte ich keineswegs kritisieren oder gar in Frage stellen. Aber ich wiederhole: Das Volkskundemuseum erhält jährlich lediglich 400.000 Euro und nichts zusätzlich für die notwendige Sanierung des Hauses", führte Unterreiner aus.

Es sei der Zeitgeist, sich nur mehr um andere Kulturen zu kümmern und Multi-Kulti "schick" zu machen! Mit dieser Art von Kulturpolitik kappe man aber Wurzeln. Man nehme den Menschen den Halt, die Geborgenheit und das Wissen um die eigene Bedeutung. Am Ende dieser Entwurzelung stehe der manipulierbare Einheitsmensch, analysierte Unterreiner. Bei SPÖ und Grünen wundere sie das nicht, aber von der ÖVP, die Tradition - auch jetzt im Wahlkampf - auf ihre Fahnen hefte, versage, wenn es darauf ankäme, komplett! Wie könne die ÖVP es zulassen, dass unser großartiges Volkskundemuseum gezwungen sei dahinzusiechen, so Heidemarie Unterreiner.

Mit Kritik an der sozialdemokratischen Kulturministerin Claudia Schmied sparte die Freiheitliche auch nicht: "Es ist Ihnen in vier Jahren (!) nicht gelungen, das Völkerkundemuseum aus dem Kunsthistorischen Museum wieder herauszulösen und endlich wieder in ein eigenständiges Bundesmuseum umzuwandeln, denn das Völkerkundemuseum hat museumspolitisch mit dem Kunsthistorischen Museum nichts zu tun. Mein Antrag will diesen Fehler korrigieren und das Völkerkundemuseum wieder zu einem eigenständigen Bundesmuseum machen", erklärte Unterreiner.

Die Anträge der Freiheitlichen, das Volkskundemuseum zu einem großen identitätsstiftenden Haus zu gestalten und das Völkerkundemuseum wieder zu einem eigenständigen Bundesmuseum zu machen, wurden von SPÖ und ÖVP abgelehnt.

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