- 22.05.2013, 15:45:10
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ÖH: PädagogInnenbildung Neu bringt schärfste Knock-Out-Elemente
Aufnahmeprüfungen und Exmatrikulation bei negativ beurteilten Schulpraktika
Utl.: Aufnahmeprüfungen und Exmatrikulation bei negativ beurteilten
Schulpraktika =
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft warnt vor dem
Beschluss der PädagogInnenbildung Neu. "Die geplanten
Aufnahmeprüfungen für alle PädagogInnen lehnen wir aufs Schärfste ab.
Wir wissen aus langer Erfahrung, dass Aufnahmeverfahren sozial
selektiv sind, zudem ist die Überprüfung der "pädagogischen Eignung"
bereits zum Studienbeginn mehr als fragwürdig", so Janine Wulz vom
Vorsitzteam der ÖH. Jedoch ist es mit den Aufnahmeprüfungen nicht
genug. "Eine Frechheit ist, dass bei einer negativen Beurteilung der
Schulpraktika sofort eine Exmatrikulation folgt. Das ist schlicht und
ergreifend untragbar."
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Induktionsphase und das
Masterstudium. "Es muss für Lehramtsstudierende einen Rechtsanspruch
auf die Absolvierung der Induktionsphase geben - diese Frage wurde in
die Dienstrechtsverhandlungen ausgelagert, da die Induktionsphase nur
mehr als Berufseinstiegsphase und nicht als Teil der Ausbildung
betrachtet wird. Genau das gleiche ist mit dem Masterstudium
passiert - es ist jetzt Frage des Dienstrechts, inwieweit ein
Masterstudium verpflichtend zu absolvieren ist", so Wulz.
Es ist zu begrüßen, dass das Rahmencurriculum jetzt im Gesetzesanhang
steht, berufstätige Studierende berücksichtigt werden und die
Behindertenrechtskonvention zu beachten ist. Wulz zeigt jedoch auf:
"Das Gesetz kann nur ein erster Schritt sein. Langfristig muss die
Institutionenfrage geklärt werden. Die ÖH fordert hier, die gesamte
PädagogInnenbildung an einer Institution auf universitärem Niveau
anzubieten."
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