Cartellverband sieht Chance im OGH-Grundsatzurteil

ÖCV fordert, endlich Studienplatzfinanzierung und Zugangsmanagement umzusetzen

Wien (OTS) - Der mit ca. 13.000 Mitgliedern größte Studenten- und Akademikerverband Österreichs sieht im OGH-Urteil Potenzial zum Erwachen des Problembewusstseins. Das OGH-Urteil sprach einem ehemaligen Studenten der Medizinischen Universität Graz Schadenersatzansprüche zu. Die Universität stellte zu wenige Plätze in Lehrveranstaltungen zur Verfügung, wodurch sich sein Studium verzögerte.

Der ÖCV bekräftigt einmal mehr seine Forderung nach Studienplatzfinanzierung und flächendeckenden Zugangsregelungen, um Qualität im Studium gewährleisten zu können. Mittels eines Zugangsmanagements müssen Kapazitäten geregelt und auch eingehalten werden. Nur so lässt sich die aktuelle Problematik langfristig lösen. Ein Drei-Säulen-Modell, wonach die finanziellen Mittel öffentlich, aus privaten Drittmitteln und individuell durch Studienbeiträge lukriert werden, ist aus der Sicht des Cartellverbandes dabei der bestmögliche Lösungsansatz. Studienbeiträge sind grundsätzlich fair und angemessen.

"Ich hoffe, das Urteil des OGH ist ein Weckruf, vor allem für den sozialdemokratischen Teil der Regierung", äußert sich Ewald Salzger, Präsident des Österreichischen Cartellverbandes. "Es ist längst überfällig, sich mit der nötigen Ernsthaftigkeit und dem gebotenen Sinn für die Realität der Studierenden um deren Studiensituation zu kümmern. Ich erwarte und erhoffe mir, dass nun endlich die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Studierenden einen reibungslosen Studienfortschritt ermöglichen", so Salzger abschließend.

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