Peter Bogner erhält das Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich

Wien (OTS) - Peter Bogner wurde am 16. Mai von Ministerialrätin Gudrun Schreiber mit dem Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich um seine Verdienste für das österreichische Kunst und Kulturleben ausgezeichnet. Durch seine vielen aktuellen und vergangenen Tätigkeiten als Kurator, Kunsthistoriker und ehemaliger Direktor des Künstlerhauses ist er ein aktiver Proponent und Aktivator der österreichischen Kunst und Wissenschaft. Er setzte sich als Generalsekretär in der Interessensvertretung der österreichischen Galerien moderner Kunst (1998 - 2002) mit knapp 100 Mitgliedern für das (kultur-)politische und wirtschaftliche Lobbying der führenden österreichischen zeitgenössischen Kunstgalerien (Kargl, St. Stephan, Winter, Krinzinger, Meyer & Kainer, etc) ein. Durch die Forcierung der Präsenz der Galerienszene auf den internationalen Kunstmessen und die gemeinsame Erarbeitung der Galerienförderung mit den damaligen Präsidenten Manfred Lang, Ernst Hilger und Hans Knoll ergab sich in Folge eine größere Wahrnehmung der österreichischen Galerien im nationalen wie internationalen Kontext.

Als Kurator begleitet Peter Bogner zahlreiche Projekte im Feld der zeitgenössischen und historischen Kunst, oft sind interdisziplinäre Ansätze für die Konzeption der Ausstellungen wichtig. Gemeinsam mit Jan Tabor kuratierte er u.a "mega - Manifeste der Anmassung" und eine Ausstellung zu Kunst am Bau. Die Relevanz und Aktualität historischer gesellschaftlicher und kunstgeschichtlicher Entwicklungen stehen dabei besonders im Vordergrund. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten einerseits als Kurator (etwa mit Ausstellungen zu Alfred Hrdlicka, Josef Pillhofer, Oswald Stimm wie auch zu aktueller Fotografie) und als wissenschaftlicher Mitwirkender an bedeutenden die Kunstsparten übergreifenden Projekten über Architektur und Kunst etwa des Jüdischen Museums (Paul Celan und Chaim Soutine) und des Wien Museums (Ungebautes Wien) mitgewirkt.

Als Vorsitzender des Verbandes österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker von 2005 bis 2011, galt sein Einsatz im besonderen auf die Bedeutung der Arbeit und hervorragenden Leistungen der österreichischen Kunstgeschichte im Spannungsfeld zwischen Forschung, Universität, den Museen und den vielen neuen Berufsfeldern aufmerksam zu machen. Dem Kunsthistorikernachwuchs und seiner Beachtung und Positionierung wurde vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Unter anderem fand 2006 der erste "Studierenden Kongreß" in Wien statt. Grenzübergreifende wissenschaftliche Tagung und Vernetzung mit Schweizer und mitteleuropäischen Wissenschaftern (Tagung "Paradigmenwechsel" 2009) waren ihm dabei besonders durch die Abhaltung internationaler Kongresse wichtig um auf die aktuellen Forschungen der österreichischen Wissenschaft aufmerksam zu machen. Ebenso wurde anlässlich 150 Jahre Künstlerhaus erstmals die Rolle dieser Institution und deren Funktionäre im Nationalsozialismus erörtert.

Während seines langjährigen Engagements im Vorstand der "ÖGFA -Österreichischen Gesellschaft für Architektur" und in der "Österreichischen Gesellschaft für Kunst und Denkmalpflege" konnte Peter Bogner aktiv an der Konzeption zahlreicher Programme mitwirken, die sich um die Vermittlung der Bedeutung von qualitätsvoller zeitgenössischer Architektur, aber auch für die Erhaltung historischer Bausubstanz in der Öffentlichkeit einsetzte. Ebenso ist er als aktives Vorstandsmitglied in der "Gesellschaft für vergleichende Kunstforschung" tätig.

Als ehemaliger Direktor (2002 - Jänner 2013) und künstlerischer Leiter des Wiener Künstlerhauses stand für ihn besonders im Vordergrund, den aus der Tradition des Hauses bestehenden Auftrag zur Gestaltung eines lebendigen diskursiven künstlerischen zeitgenössischen Programms mit der wirtschaftlichen Führung der Betriebe (Kino, Gastro, Theater, Vermietung etc.), die Finanzierung der Ausstellungen (Sponsoring, Koproduktionen mit anderen Kunstinstitutionen wie dem Wien Museum, Wiener Festwochen und der Ungarischen Nationalgalerie - zuletzt 2012 Munkácsy - etc.) in Einklang zu bringen. Im Rahmen einer Gesamtkonzeption wurde hier der Innovation genausoviel Beachtung geschenkt werden wie der Geschichte des Künstlerhauses. Etwa kuartierte Bogner 2012 (gemeinsam mit Patrick Fiska) eine Ausstellung zu Gustav Klimt um dessen erfolgreiche Tätigkeit und Beziehungen zum Künstlerhaus aus aktueller Sicht aufzuarbeiten.

Von 2002 bis 2013 war er ebenso der künstlerische Leiter des eigenen Künstlerhausprogramms unter dem Label "k/haus". Ungewöhnlich kuratierte Projekte zu Kunstmarkt "ArtmArt" (Kurator Lorenz Seidler), zu "redesigning nature" (kuratiert von Iris Meder, Maria Auböck), Institutionskritik (Kurator Martin Fritz) , zuletzt "Zeitlose Zeichen" zu Otto Neurath und die zeitgenössische Kunst (Kuratorinen Maria Holter und Barbara Höller), wie auch "Wohnbau heute" (Kurator Michael Rieper & Olver Elser) und "Die Enzyklopädeie der wahren Werte" (Kurator Jan Tabor) etc. waren neuen Ansätzen gewidmet

"Durch sein auf Zusammenarbeit im Team ausgerichtetes Wirken und auf seine gemeinsam mit den KünstlerInnen und KuratorInnen ausgerichteten erfolgreichen Projekte leistet er für Österreichs und für die Öffentlichkeit unerlässliche Kunst- und Kulturarbeit mit anhaltender Wirkung" fasste Architekt Manfred Nehrer in seiner Laudatio zusammen.

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