Neues Volksblatt: "Respekt" von Markus EBERT

Ausgabe vom 21. Mai 2013

Linz (OTS) - "Integration heißt, ein friedliches Miteinander zum Wohl aller Beteiligten zu gestalten", betonte Landeshauptmann Josef Pühringer gestern bei den Reichersberger Pfingstgesprächen in seinem Eröffnungsreferat.
Was so einfach klingt, ist trotzdem eines der heißesten politischen Eisen. "Ausländerpolitik" galt lange als Synonym für ausländerfeindliche Politik; der von Rechtsparteien kalkuliert provozierten Emotionalität - Ausländer sind an allem Übel schuld, wenn ausnahmsweise einmal nicht die EU schuld ist - konnte lange mit Sachargumenten nicht beigekommen werden. Die ÖVP darf es sich auf die Fahnen heften, mit einem eigenen Integrationsstaatssekretariat dem Thema zu einer Sachlichkeit und mit Sebastian Kurz zu einem Gesicht verholfen zu haben. Den Populisten gräbt man seit Jahren so zunehmend das Wasser ab.
Vor allem ist ein Missverständnis endlich vom Tisch: Wer über Integration redet, muss noch lange nicht einer "alle herein"-Mentalität das Wort reden. Aber die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen hat zur Entspannung in diesem Konfliktfeld auch nichts beigetragen.
Daher: Klartext reden. Und das heißt: Migration und damit die Notwendigkeit von Integration sind ein Faktum. LH Pühringer hat gestern für einen große Aufgabe eine einfache Formel genannt: "Wir gehen auf Zugewanderte respektvoll zu, fordern aber auch von deren Seite diesen Respekt ein".

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001