Spindelegger: "Montenegro ist gutes Beispiel für gesamten westlichen Balkan"

Vizekanzler trifft montenegrinischen Außenminister Luksic in Wien

Wien (OTS) - "Die Europäische Union steht zu ihrem Wort. Die Staaten des Westbalkans haben eine konkrete und realistische Beitrittsperspektive. Montenegro ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Als bislang einziger verhandelnder Kandidat konnten in den Verhandlungen zwischen Podgorica und Brüssel bereits erste Erfolge erzielt werden", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger heute im Anschluss an ein Gespräch mit seinem montenegrinischen Amtskollegen Igor Luksic in Wien.

"Jetzt gilt es am Ball zu bleiben und weitere Reformen konsequent anzugehen, um am Weg in Richtung EU nicht an Geschwindigkeit zu verlieren. Dazu zählen insbesondere die Bereiche Justiz und Rechtsstaatlichkeit, wo Montenegro noch einen Aufholbedarf hat", so Spindelegger weiter und versicherte Außenminister Luksic Österreichs vollste Unterstützung. Dies gelte auch für alle anderen Länder der Region. "Ich bin davon überzeugt, dass die Europäische Union auf das, was die Staaten des westlichen Balkans eines Tages in die EU einbringen werden, nicht verzichten kann", so der Außenminister. Spindelegger unterstrich in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der vor kurzem erzielten Einigung zwischen Belgrad und Prishtina betreffend den Nordkosovo, welche weitere Fortschritte für die beiden Länder auf ihrem Weg nach Europa ermöglichen sollte.

Abschließend wies Spindelegger auch auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Montenegro hin, die zwar eng seien, aber noch ausbaufähig. "Unsere wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber bieten durchaus noch Spielraum nach oben", so Spindelegger. Dafür gelte es die notwendigen Rahmenbedingungen, wie etwa ein sicheres Investitionsklima, sicherzustellen. Spindelegger war im Juli des Vorjahres nach Montenegro gereist, wo er neben zahlreichen bilateralen Gesprächen auch mit Vertretern der Gemeinschaft österreichischer Wirtschaftstreibender in Tivat zusammentraf.

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