AVISO MORGEN Protestaktion/PK: Exklusive Hochrechnung GBH-Umfrage unter Arbeitgebern holz-/kunststoffverarbeitendes Gewerbe

Seit 1. Mai bestimmen Arbeitgeber die Löhne, und damit wird Lohndumping und unfairem Wettbewerb Tür und Tor geöffnet

Wien (OTS/ÖGB) - Seit 1. Mai bestimmen Arbeitgeber die Löhne, und damit wird Lohndumping und unfairem Wettbewerb Tür und Tor geöffnet =

Für 45.000 Tischler und Kunststoffverarbeiter herrscht seit 1. Mai ein vertragsloser Zustand. Allein in der Steiermark sind rund 6.000 Arbeitnehmer betroffen. Die Arbeitgeber waren nur bereit, die Mindestlöhne, jedoch nicht die tatsächlichen Löhne zu erhöhen. ++++

Im Rahmen einer Protestaktion laden wir zu einem Pressegespräch ein und erläutern die Folgen des vertragslosen Zustands. Zusätzlich präsentieren wir morgen EXKLUSIV die erste Hochrechnung unserer bundesweiten Umfrage unter 3.046 Betrieben aus dem holz- und kunststoffverarbeitenden Gewerbe.

Freitag, 17. Mai, 10.00 Uhr, Hauptplatz Graz vor dem Rathaus

Gewerkschaft Bau-Holz startet Umfrage bei Arbeitgebern: Kollektivvertrag: Vertragslosen Zustand für Tischler und Kunststoffverarbeiter stoppen

Für 45.000 Beschäftigte aus dem Kollektivvertrag für das holz- und kunststoffverarbeitende Gewerbe besteht seit 1. Mai ein vertragsloser Zustand. Die Arbeitgeber sind nur bereit, die Mindestlöhne, jedoch nicht die tatsächlichen Löhne kollektivvertraglich zu erhöhen. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) startet deshalb eine Umfrage bei 3.046 Firmen.

Die GBH fordert eine vertraglich geregelte Ist-Lohnregelung, wie in allen anderen vergleichbaren Kollektivverträgen vereinbart. Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch: "Wir fordern für unsere Tischler und Kunststoffverarbeiter nichts Unmögliches. Es ist unverständlich, dass die Spitzenvertreter auf Arbeitgeberseite aufgrund unserer Forderung, die tatsächlich bezahlten Löhne zu erhöhen, die Verhandlungen abgebrochen haben und nun ein vertragsloser Zustand besteht."

Der vertragslose Zustand ist nicht im Interesse der Klein- und Mittelbetriebe und die GBH startet daher eine bundesweite Umfrage unter 3.046 Firmen. Die Umfrage - bestehend aus drei Fragen - soll das tatsächliche Stimmungsbild bei den Arbeitgebern zeigen.
Dass eine Gewerkschaft eine Umfrage unter Arbeitgebern startet, ist einzigartig. Muchitsch: "Jetzt wollen wir es wissen. Ich bin überzeugt, dass viele Arbeitgeber zu ihren Beschäftigten stehen und sich einen raschen KV-Abschluss wünschen. Kollektivverträge sind ein Garant für Mindesteinkommen und sichern gleichzeitig einen fairen Wettbewerb. Seitens der Arbeitgeber wurde noch kein Verhandlungstermin bestätigt. Deshalb werden wir unsere Protestaktionen in ganz Österreich fortsetzen."

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GBH-Presse, Thomas TRABI, M.A., 0664/614 55 17, presse@gbh.at, www.bau-holz.at

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