"profil": Lehrer-Gewerkschafter Kimberger: "Viele Kollegen engagieren sich zu wenig im Unterricht"

Jeder vierte Schüler braucht Nachhilfe. Daraus schlagen Nachhilfeinstitute und Lehrer einen Profit von weit über 100 Millionen Euro jährlich

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Freitag erscheinenden Titelgeschichte "Nachhilfe-Industrie" über den Leistungsdruck, der aufgrund eines überholten Schulsystems immer größer wird - und wie Lern-Institute und vor allem Lehrer, oft steuerfrei, durch Nachhilfe verdienen.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied sieht sich nicht dafür zuständig, dieser ausufernden Schwarzarbeit von Lehrern entgegen zu wirken, schließlich sei sie "weder für Schwarzarbeit zuständig", noch denke sie daran, die "Aktivitäten von Lehrern in ihrer Privatsphäre zu kontrollieren."

Sogar Lehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger beklagt "profil" gegenüber die schwarzen Schafe unter den Kollegen: "Ich lege die Hand nicht für alle Kollegen ins Feuer. Es gibt bestimmt viele, die sich zu wenig im Unterricht engagieren, dafür aber umso mehr in ihrer Freizeit. Aber genauso existieren auch jede Menge Vorzeige-Lehrer."

Kimberger wünscht sich Aufnahmeselektionen in der neuen Lehrerausbildung, damit nur "geeignete Personen" diesen Beruf ergreifen können. Außerdem wünscht er sich für Lehrer eine zusätzliche Verstärkung, etwa durch Psychologen und Sozialarbeiter.

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