SPÖ-Enquete-Integration - Mayer: Bildungsdampfer bewegt sich

Zahlreiche Maßnahmen in Sachen Integration und Bildung bereits umgesetzt

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen der heutigen Enquete des SPÖ-Parlamentsklubs verweist SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer auf zahlreiche Maßnahmen im Bereich Bildung und Integration, die die Bundesregierung in den letzten Jahren bereits umgesetzt hat. Dazu zählen die Förderung der SchülerInnen mit anderen Erstsprachen als Deutsch mittels abgestimmter Maßnahmen im vorschulischen Bereich, in den Pflichtschulen und weiterführenden Schulen, die Professionalisierung der PädagogInnen, die Unterstützung von Eltern mit Migrationshintergrund, im Bereich der Erwachsenenbildung, das Nachholen von Bildungsabschlüssen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Themen Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Integration. Als Meilensteine bezeichnet Mayer die Reformprojekte wie Neue Mittelschule, schulische Tagesbetreuung, PädagogInnenbildung NEU und eine neue Lernkultur, die als Ziel Individualisierung und Kompetenzorientierung hat. "Der Bildungsdampfer bewegt sich langsam. Aber er bewegt sich", sagt Mayer. ****

Vor allem angesichts der Entwicklung der Anzahl der SchülerInnen mit anderen Erstsprachen als Deutsch braucht es diese Maßnahmen, um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Entwicklung zu ermöglichen. "In den letzten zehn Jahren gab es einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl von SchülerInnen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch an den österreichischen Schulen. Daher müssen Maßnahmen des bereits 2012 beschlossenen Rahmen-Bildungsplans fortgesetzt und ausgebaut werden", so Mayer, der die Sprachförderung, das Sprachverständnis und Kommunikationsfähigkeit als Schlüssel für schulische Leistungen bezeichnet. Als unsinniges Konzept kritisiert der SPÖ-Bildungssprecher den ÖVP-Vorschlag von eigenen "Ausländerklassen". "Erfahrungsberichte zeigen, dass Schülerinnen und Schüler, die ganztägig betreut werden, die größten Fortschritte im Bereich der Sprachentwicklung erzielen. Das war eindeutig messbar", betont Mayer, der neben dem Ausbau der ganztägigen Betreuung die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen als Ziel für eine erfolgreiche Bildungs- und Integrationspolitik nennt. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass eine gemeinsame Schule die "Guten" schwächt. "Die Bundes-ÖVP soll Platter folgen und der SPÖ-Forderung nach Schulversuchen zur gemeinsamen Schule zustimmen", so Mayer und weiter: "Das derzeitige Schulsystem schafft es nicht, den Rucksack, den bestimmte Kinder tragen müssen, abzunehmen." Der Reformweg müsse weitergegangen werden. (Schluss) che/rm/mp

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