Spindelegger: "Nigeria braucht Dialog der Religionen"

Vizekanzler besorgt über aufschaukelnde Gewalt in Nigeria

Wien (OTS) - Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigte sich angesichts der sich aufschaukelnden Gewalt in Nigeria in den letzten Tagen und Wochen, die zu insgesamt über 200 Toten geführt hatte, besorgt. Nigeria hatte zuletzt vor dem Hintergrund extremistischer Gewalttaten in drei Bundesstaaten im Norden des Landes den Ausnahmezustand ausgerufen. Jüngster bekanntgewordener Fall von extremistischer Gewalt ist die Ermordung von Pastor Faye Pama Musa, ein hoher Vertreter der Christlichen Vereinigung Nigerias (CAN). Der Vizekanzler drückte gegenüber der Familie des Ermordeten sein Mitgefühl aus.

Spindelegger erinnerte an seinen Besuch in Nigeria im vergangenen Jahr, in dessen Rahmen er auch die höchsten Repräsentanten der christlichen und moslemischen Glaubensgemeinschaften getroffen hatte. Der Vizekanzler verwies auf das hohe Maß an Dialogbereitschaft, das er dabei auf beiden Seiten feststellen konnte: "Mich hat die Entschlossenheit beeindruckt, mit der die große Mehrheit sowohl der Christen als auch der Moslems den Weg der Versöhnung und des Dialogs gehen will. Die Menschen in Nigeria wollen Frieden und Versöhnung", betonte Spindelegger.

Der Vizekanzler erinnerte an die Eröffnungstagung des Wiener Zentrums für interreligiösen Dialog im November letzten Jahres, an der auch höchste Vertreter der christlichen und moslemischen Gemeinschaften Nigerias teilgenommen hatten. "Mit seiner langjährigen Dialogtradition bietet sich Wien als Ort der Begegnung zwischen den Religionsgemeinschaften Nigerias an", so Spindelegger abschließend.

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