IV-Präsident Kapsch und BM Mitterlehner bei "1. Kindertag der Industrie": Bildung und Ausbildung DAS Zukunftsthema

"KIDI" soll Tür zur Arbeitswelt der Industrie öffnen - 600 Kinder, 16 Workshops, 11 Industrieunternehmen im Wiener Haus der Industrie

Wien (OTS/PdI) - "Mit dem '1. Kindertag der Industrie' wollen wir Kindern und Jugendlichen die Tür zur Welt der Industrie öffnen. Ebenso wollen wir, insbesondere für Mädchen, neue Berufsmöglichkeiten und Karrierefelder aufzeigen, die oftmals viel zu wenig bekannt sind und daher oft ungenutzt bleiben. Gemeinsam wollen wir unterstreichen, dass Bildung und Ausbildung DAS Zukunftsthema für uns alle sein muss", betonten der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Georg Kapsch und Wirtschafts- und Jugendminister Dr. Reinhold Mitterlehner, heute, Donnerstag, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener Haus der Industrie.

"Der weltweite Trend ist eindeutig und geht in Richtung einer Re-Industrialisierung, weil starke Industriebetriebe Wachstum und Beschäftigung sichern. Dafür brauchen wir aber auch mehr technisch versierte Fachkräfte", sagte Mitterlehner. "Am Kindertag wollen wir daher durch einen spielerischen Zugang die enormen Chancen einer Industrie-Karriere stärker bewusst machen und vor allem auch mehr Mädchen dafür begeistern", erläuterte Mitterlehner. Ein wichtiger Schlüssel dafür sei eine stärkere Bildungs- und Berufsberatung in allen Schultypen. "Damit erhöhen wir die Treffsicherheit der Berufswahl und senken die Drop-Out-Quoten. Gerade aufgrund des demografischen Wandels können wir es uns nicht mehr leisten, dass rund 15 Prozent der Lehrlinge ihre Ausbildung nicht beenden."

IV und das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) sind gemeinsame Träger und Veranstalter des "1. Kindertages der Industrie" (KIDI), an dem sich 11 Industrieunternehmen in 16 Workshops und rund 600 Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 12 Jahren beteiligten.

"Wir als IV sehen den heutigen 'Kindertag' als einen weiteren wichtigen Puzzleteil unseres Engagements im Bildungsbereich an. Startend mit strategischen, bildungspolitischen Konzepten wie 'Schule 2020' oder zuletzt 'MINT 2020', der Mitwirkung beim Aufbau der Bildungsplattformen 'Zukunft.Bildung' und der 'Wissensfabrik Österreich', den 'Wiener Zukunftsschulen' und dem zum 5. Mal gefeierten 'IV-Teachers Award' setzen wir heute unseren Weg konsequent fort und kommen gleichsam direkt bei den Schülerinnen und Schülern an", sagte Kapsch. Vor allem stünden gerade jungen Mädchen und Frauen große Möglichkeiten im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) offen, da deren Wahlverhalten in Ausbildung und Beruf leider noch immer traditionellen Rollenbildern folge: "Auch hier wollen wir mit dem KIDI ansetzen und gezielt etwa durch eigene Workshops interessierte Mädchen ansprechen, sich die Unternehmenswelt von innen anzusehen. Dies auch vor dem Hintergrund, um künftig mehr Frauen für Führungspositionen in der österreichischen Industrie zu gewinnen."

Auch Mitterlehner will den Anteil weiblicher Fachkräfte weiter erhöhen: "Je früher wir Kinder für Technik und Naturwissenschaften begeistern, desto stärker die Prägung für die spätere berufliche Karriere. Nicht vergessen werden darf auch, dass es schon jetzt einen intensiven Wettbewerb zwischen Schulen und Lehrbetrieben um die besten Jugendlichen gibt." Daher gibt es in der betrieblichen Lehrstellenförderung unter anderem einen mit fünf Millionen Euro dotierten Sondertopf für Unternehmen, die durch ihre Projekte mehr Mädchen für technische Lehrberufe motivieren. Im Rahmen des Kindertags gibt es zudem den speziell für Mädchen designten BMWFJ-Workshop "Robinas Labor", bei dem Roboter spielerisch zusammengebaut und programmiert werden. In einem weiteren Workshop lernen die Kinder unter dem Motto "Laubsägen war gestern" die Welt moderner Fertigungstechniken kennen, zum Beispiel wie in Unternehmen mit modernen Materialdruckern gearbeitet wird.

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