Grüne Wien/Werner-Lobo: Gegen überzogene Verbote im Augarten

Inakzeptabel, dass Burghauptmannschaft mit privatem Sicherheitsdienst Menschen aus öffentlichem Raum vertreibt

Wien (OTS) - Die Grünen Wien unterstützen heute um 17:00 ein spontanes Protestpicknick im Augarten. Mehr als 300 Menschen haben innerhalb weniger Stunden auf Facebook
(https://www.facebook.com/events/153626601476301 ) angekündigt, sich
in Form eines Flashmobs gegen die Verbotspolitik der Burghauptmannschaft wehren zu wollen. Bei Grünflächen die im Zuständigkeitsbereich der Stadt Wien liegen, ist die Benützung der Grasflächen gestattet; im Gegensatz dazu exerzieren die Bundesgärten seit längerem eine klare "Betreten verboten" Politik für die von ihnen verwalteten öffentlichen Gärten.

"Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte Burghauptmannschaft hat als Eigentümervertreter offenbar einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt, der gestern auf allen Liegewiesen des Augartens Menschen vertrieben und angekündigt hat, ab heute Strafen fürs Liegen in einer der vorderen vier Wiesen zu verhängen", berichtet der Kultursprecher der Grünen Wien, Klaus Werner-Lobo, der gestern selbst aufgefordert wurde, eine öffentliche Wiese zu verlassen.

Mehrere Zeugen berichteten, dass sie an verschiedenen Plätzen des Parks von privatem Security-Personal, teilweise in Begleitung der Polizei, aufgefordert wurden die Wiesen zu verlassen und diese angekündigt hätten, ab heute hohe Geldstrafen zu verhängen. Diese können ohne Vorwarnung bis zu 700 Euro betragen. Der private Sicherheitsdienst hätte auch Ausweiskontrollen angekündigt, wozu ein privates Unternehmen keinesfalls berechtigt ist. Außerdem seien Eltern, die mit ihrem Fahrrad Kleinkinder in den im Augarten liegenden Kindergarten bringen wollen, unter Strafandrohung zum Absteigen und Schieben gezwungen worden.

"Das alles ist lächerlich und völlig unakzeptabel", so Werner-Lobo. "Die Zeiten, in denen die autoritäre Maxime 'Rasen betreten verboten' in öffentlichen Parkanlagen herrscht sollten längst vorbei sein. Der Augarten gehört uns allen, die Burghauptmannschaft ist lediglich Verwaltungsorgan und möge die Parkordnung dringend im Sinne der öffentlichen Nutzung reformieren anstatt private Securitys auf Familien zu hetzen die dort Erholung suchen."

Auch die Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt Uschi Lichtenegger betont: "Der Augarten ist ein öffentlicher Erholungsraum für jung und alt, ein Begegnungsort für AnrainerInnen und Menschen unterschiedlichster Herkunft. Uns sind keine gröberen Probleme des Zusammenlebens im Augarten bekannt, gegen einzelne Fälle von Rücksichtslosigkeit kann man durchaus auch gezielt vorgehen. Die AnrainerInnen und BesucherInnen des Augartens werden es sich jedenfalls nicht gefallen lassen, wenn man sie aus ihrem Garten vertreibt."

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