Mindestgehälter für Angestellte bei Ärzten in Niederösterreich werden rückwirkend mit 1. Jänner 2013 um 8,1 Prozent angehoben

Wichtiger Schritt für die Gehaltsentwicklung von rund 6.000 Beschäftigten

Wien (OTS/ÖGB) - Die Ärztekammer Niederösterreich und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) konnten sich am 8. Mai 2013 auf einen Kollektivvertragsabschluss einigen, der den - vor allem weiblichen -Angestellten bei Ärztinnen und Ärzten 8,1 Prozent mehr Mindestgehalt garantiert. ++++

"Wir sind erfreut, mit den Vertretern der niederösterreichischen Ärztekammer diesen guten Abschluss erzielt zu haben. Die Angestellten in dieser Branche haben lange auf eine Anpassung ihrer Mindestgehälter gewartet", kommentiert der Vorsitzende der GPA-djp, Wolfgang Katzian, das Ergebnis.

Angestellte mit einer Entlohnung über dem Kollektivvertrag bekommen mit 1. Jänner 2013 zunächst 2,84 Prozent mehr Ist-Gehalt, wobei als vereinbart gilt, dass nach abgeschlossenen Honorarverhandlungen für die niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich für das Jahr 2013 rückwirkend nachverhandelt wird. Der Abschluss soll sich an der Erhöhung der Honorare orientieren.

"Für die Erhöhung der Ist-Gehälter über dem Kollektivvertrag erscheint uns dieselbe Erhöhung als angemessen, die uns seitens der Gebietskrankenkasse als Honorarerhöhung zur Abdeckung unserer Betriebsausgaben zugestanden wird", erklärt der Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, MR Dr. Dietmar Baumgartner. Der teilweise schwierigen wirtschaftlichen Lage für junge Wahl- und Landärzte wurde damit Tribut gezollt.

"Klar ist für uns aber auch, dass der Arzt nur im Verbund mit den Angestellten erfolgreich die Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten kann. Insofern ist ein Schritt in die richtige Richtung zu fairen Entlohnungsbedingungen für die engagiert arbeitenden Angestellten gelungen", stellt der zuständige Wirtschaftsbereichssekretär der GPA-djp, Georg Grundei, fest.

Der gehaltsrechtliche Abschluss gilt bis 31. Dezember 2013. Im nächsten Jahr steht unter anderem das wichtige Kapitel der Anrechnung von Karenzzeiten für die Gehaltsentwicklung auf der gemeinsamen Verhandlungsagenda.

Rückfragen & Kontakt:

GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martin Panholzer
Tel.: 05 0301-21511
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at

NÖ Ärztekammer
Michael Dihlmann
0664/1449894
presse@arztnoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002