Nationalrat - Schönpass: Bienenschutz ist Ertragsschutz für Landwirtschaft

Biologische Alternativen zu Neonicotinoiden sind zugelassen, verfügbar und bewährt

Wien (OTS/SK) - "80 Prozent aller Nutzpflanzen und 90 Prozent aller Obstbäume sind auf Bestäubung durch Bienen angewiesen, daher ist der Bienenschutz auch ein Ertragsschutz für die Landwirtschaft. Wir müssen die Bienen umfassend schützen", forderte die SPÖ-Abgeordnete Rosemarie Schönpass heute, Dienstag, in der Sondersitzung des Nationalrats. Das bedeute, dass der Beschluss der EU-Kommission zum Verbot der Neonicotinoide sofort umgesetzt werden müsse und darüber hinaus weitere Maßnahmen zum Schutz der Bienen zu prüfen seien. ****

Die Landwirtschaft ist auf Bienen angewiesen, der Bienenschutz sei daher im Interesse der Bäuerinnen und Bauern. Schönpass führte das am Beispiel Chinas aus: Dort habe ungezügelter Gifteinsatz ein Bienensterben verursacht. "Nun müssen Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter Bäume und Blüten einzeln mit Wattestäbchen bestäuben", schilderte die Abgeordnete.

Die Agrarproduktion sei durch ein Verbot der Neonicotinoide nicht gefährdet, denn wirksame biologische Alternativen seien zugelassen, verfügbar und in der Praxis bestens bewährt. Fadenwürmer, die gegen den Maiswurzelbohrer wirksam sind, seien in Frankreich, Deutschland, Italien und auch in Österreich bereits seit einigen Jahren im Einsatz.

Zu Umweltminister Berlakovich stellte Schönpass Nachholbedarf fest:
"Sie haben bis zuletzt versucht, dass dieses Nervengift in Österreich uneingeschränkt weiter verwendet werden darf. Sie haben sämtliche Studien, die eindeutig einen Zusammenhang zwischen Bienensterben und Neonicotinoiden belegen, negiert. Ich denke, Sie haben einiges gutzumachen." Schönpass forderte den Minister auf, dem Unterausschuss ein Konzept vorzulegen, das einem gedeihlichen Nebeneinander von Imkerinnen und Imkern und Landwirtinnen und Landwirten in Österreich gerecht werde. (Schluss) sn/em

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