Jakob Auer: Mit billigem Populismus wird den Bienen nicht geholfen

ÖVP-Abgeordneter kritisiert agrarpolitisches Nichtwissen bei Bienen-Debatte

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wenn Emotionen und Populismus mehr zählen als die Sache, dann ist das Wahlkampf pur. Den Bienen in Österreich wird damit nicht geholfen, kritisierte heute, Dienstag, der ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer in seinen Debattenbeitrag zur Sondersitzung das agrarpolitische Nichtwissen mancher Abgeordneten im Hohen Haus. "Würde dieses Schmerzen verursachen, würden einige laut schreiend durchs Haus laufen", so Auer.

Die Bäuerinnen und Bauern werden nur im unbedingten Ausmaß Pflanzenschutzmittel ausbringen. "Denn auch jede Bäuerin, jeder Bauer will gesundes Essen am Teller", verweist Auer auf die Tatsache, dass in Deutschland Neonicotinoide seit einigen Jahren verboten sind, das Bienensterben aber trotzdem von 16 auf 23 Prozent gestiegen ist. Im Zusammenhang mit der Ausbringung von Pestiziden stellt Auer zudem klar, dass in zehn Jahren rund 531.000 Kilo oder Liter davon auf Bahndämmen von der ÖBB ausgespritzt wurden, weil "das Graszupfen wohl zu teuer ist". Keine Angaben gibt es, wie viel Menge an Schneckenkorn jährlich in privaten Hausgärten landen. Zudem können Private in jedem Supermarkt Glyphosat einkaufen ohne Aufzeichnungen - wie das die Bauern müssen.

Weiters gibt Auer zu bedenken, wer von dem Verbot wirklich betroffen sein wird. "Die Großbauern können die Fruchtfolgen ja noch einhalten, aber die Kleinbauern wie etwa an der südsteirischen Grenze wird es hart treffen. Aber auch die kleinen Grünlandbauern in Oberösterreich werden betroffen sein", warnt der ÖVP-Abgeordnete. Wenn die Saatbeize wegfällt, dann wird es in Zukunft auch beim Rapsanbau Riesenprobleme geben. "Die gelben Felder, die wir im Moment alle bewundern, können wir uns dann abschminken. Das Bienensterben wird bleiben, aber der Rapsanbau wird sterben", erinnert Auer in diesem Zusammenhang auch an das Verbot der Käfighaltung in der EU. "Nun werden eben argentinische Käfigeier zu Hauf importiert", so Auer.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0008