- 14.05.2013, 14:13:29
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Nationalrat - Cap: Alle sind gefordert, sich für die Bienen und unser Ökosystem einzusetzen
SPÖ hat schon 2011 Verbot der Neonicotinoide gefordert
Utl.: SPÖ hat schon 2011 Verbot der Neonicotinoide gefordert =
Wien (OTS/SK) - "Die Bienen sind ein Motor des Ökosystems, 80 Prozent
aller Nutzpflanzen, 90 Prozent aller Obstbäume sind auf eine
Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Kein anderes Tier, keine
Maschine kann diese Arbeit übernehmen. Ein Drittel dessen, was wir
essen, gäbe es nicht ohne Bienen", erklärte SPÖ-Klubobmann Cap bei
der Diskussion in der heutigen Sondersitzung zum "Bienensterben" und
forderte mehr Ernst in der Diskussion ein. 22 Milliarden Euro sei die
Wertschöpfung pro Jahr durch die Bienen allein im europäischen Raum,
153 Milliarden Euro seien es global. "Das zeigt, wie wertvoll und
wichtig die Bienen für unser Leben sind", so Cap. ****
Umso unverantwortlicher sei es, wenn Chemiekonzerne versuchen, sich
international einzukaufen, zu lobbyieren und Untersuchungen und
Studien zu beeinflussen. "Das sind Nervengifte, die ab einem viertel
Milliardstel Gramm zum Tod der Biene führen. Daran sind schon
Milliarden Bienen gestorben", verdeutlichte Cap. Und, wenn immer der
Parasit der Varroamilbe zur Verteidigung der Nervengifte angeführt
werde, müsse man festhalten, dass es diesen Parasit dann gäbe, wenn
die betroffenen Bienenvölker nicht mehr in der Lage seien, die
Temperatur im Brutnest zu regeln, sodass die Entwicklung dieser
Bienen so negativ beeinflusst werde, dass sich diese Parasiten
entwickeln.
Cap wies auch darauf hin, dass schon am 12. Juni 2011
SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner als erster Politiker in der
ORF-Sendung "Hohes Haus" forderte, dass "dieses hochgiftige Mittel
verboten gehört und nicht erst dann, wenn eine Studie drauf kommt".
Mittlerweile seien zwei Jahre vergangen und niemand habe Berlakovich
abgehalten, via Verordnung schon längst ein Verbot auszusprechen.
"Das ist unverständlich, es ist auch nicht in Ordnung, wenn jetzt
auch noch behauptet wird, Gesundheitsminister Stöger sei dafür
zuständig, wenn man genau weiß, dass er das nicht ist", so Cap in
Richtung Berlakovich. Nur der Landwirtschaftsminister könne die
entscheidenden Schritte setzen.
"Der Unterausschuss des Landwirtschaftsausschusses wird das Thema
intensiv weiterverfolgen, sowohl was die Umsetzung der
EU-Kommissionsverordnung betrifft, als auch weitere Schritte, weitere
Evaluierungen. Denn hier muss aktiv bei voller Transparenz
weitergearbeitet werden. Denn das ist ein ernstes Thema, hier sind
alle gefordert, dass wir uns für die Bienen, unser Ökosystem und
unsere Gesundheit einsetzen", so Cap. (Schluss) bj/sl/mp
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