Nationalrat - Cap: Alle sind gefordert, sich für die Bienen und unser Ökosystem einzusetzen

SPÖ hat schon 2011 Verbot der Neonicotinoide gefordert

Wien (OTS/SK) - "Die Bienen sind ein Motor des Ökosystems, 80 Prozent aller Nutzpflanzen, 90 Prozent aller Obstbäume sind auf eine Bestäubung durch Honigbienen angewiesen. Kein anderes Tier, keine Maschine kann diese Arbeit übernehmen. Ein Drittel dessen, was wir essen, gäbe es nicht ohne Bienen", erklärte SPÖ-Klubobmann Cap bei der Diskussion in der heutigen Sondersitzung zum "Bienensterben" und forderte mehr Ernst in der Diskussion ein. 22 Milliarden Euro sei die Wertschöpfung pro Jahr durch die Bienen allein im europäischen Raum, 153 Milliarden Euro seien es global. "Das zeigt, wie wertvoll und wichtig die Bienen für unser Leben sind", so Cap. ****

Umso unverantwortlicher sei es, wenn Chemiekonzerne versuchen, sich international einzukaufen, zu lobbyieren und Untersuchungen und Studien zu beeinflussen. "Das sind Nervengifte, die ab einem viertel Milliardstel Gramm zum Tod der Biene führen. Daran sind schon Milliarden Bienen gestorben", verdeutlichte Cap. Und, wenn immer der Parasit der Varroamilbe zur Verteidigung der Nervengifte angeführt werde, müsse man festhalten, dass es diesen Parasit dann gäbe, wenn die betroffenen Bienenvölker nicht mehr in der Lage seien, die Temperatur im Brutnest zu regeln, sodass die Entwicklung dieser Bienen so negativ beeinflusst werde, dass sich diese Parasiten entwickeln.

Cap wies auch darauf hin, dass schon am 12. Juni 2011 SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner als erster Politiker in der ORF-Sendung "Hohes Haus" forderte, dass "dieses hochgiftige Mittel verboten gehört und nicht erst dann, wenn eine Studie drauf kommt". Mittlerweile seien zwei Jahre vergangen und niemand habe Berlakovich abgehalten, via Verordnung schon längst ein Verbot auszusprechen. "Das ist unverständlich, es ist auch nicht in Ordnung, wenn jetzt auch noch behauptet wird, Gesundheitsminister Stöger sei dafür zuständig, wenn man genau weiß, dass er das nicht ist", so Cap in Richtung Berlakovich. Nur der Landwirtschaftsminister könne die entscheidenden Schritte setzen.

"Der Unterausschuss des Landwirtschaftsausschusses wird das Thema intensiv weiterverfolgen, sowohl was die Umsetzung der EU-Kommissionsverordnung betrifft, als auch weitere Schritte, weitere Evaluierungen. Denn hier muss aktiv bei voller Transparenz weitergearbeitet werden. Denn das ist ein ernstes Thema, hier sind alle gefordert, dass wir uns für die Bienen, unser Ökosystem und unsere Gesundheit einsetzen", so Cap. (Schluss) bj/sl/mp

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