Der Spediteur als "denkender Kopf hinter dem rollenden Wagen"

WKÖ-Fachverband stellt Berufsbild völlig neu auf und forciert damit Attraktivierung der Speditionsbranche

Wien (OTS/PWK311) - "Der Spediteur ist der denkende Kopf hinter
dem rollenden Wagen. Die Lehrberufe zum Speditionskaufmann/-frau oder zum Speditionslogistiker/-logistikerin sind spannend und bieten nicht nur unbegrenzte Aufstiegsmöglichkeiten, sondern auch sehr gute Verdienstaussichten", betont Walter Mönichweger, Obmann des Fachverbandes Spedition & Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Im vergangenen Jahr gab es österreichweit rund 860 Lehrlinge in der Branche. "Wir wissen, dass in wenigen Jahren unter den Betrieben ein Gerangel um qualifizierte Jugendliche, die einen Lehrberuf ergreifen wollen, entstehen wird. Deshalb wollen wir unsere Branche und speziell unsere Lehrlingsausbildung modern und dynamisch positionieren."
Um auf die Chancen und Möglichkeiten der Berufsbilder in der Spedition stärker hinzuweisen, hat der Fachverband die bestehenden rechtlichen Vorgaben umfassend durchforstet und zudem Jugendliche zu ihren Interessen und Vorstellungen befragt.

Vorbildwirkung für andere Branchen
Im Zusammenwirken von Fachverband, Berufsschulen, Branchenexperten und dem Fachinstitut ibw wurde der Lehrplan komplett überarbeitet und das Berufsprofil nun völlig neu aufgestellt und modifiziert. Ein Schwerpunkt lag dabei auf zukunftsweisenden, kompetenzorientierten Lehrzielen.
Mönichweger: "Damit sind wir sind die erste Branche, die eine Modernisierung der Ausbildung derart auf die Beine gestellt hat. Unser Bestreben wurde vom Unterrichtsministerium sehr positiv aufgenommen und soll künftig auch als Vorbild für andere Branchen dienen."

Lehrabschlussprüfung neu - auch Prüfer auf den Prüfstand
Auch die Lehrabschlussprüfungen wurden überarbeitet. "Schließlich ist die Lehrabschlussprüfung die berufliche Reifeprüfung und soll eine hohe Anerkennung für die Jugendlichen sein. Deshalb werden künftig alle Lehrabschlussprüfer in Österreich zertifiziert. Damit soll die Prüfung auf hohem Niveau und österreichweit einheitlich erfolgen", so der Obmann. Mit einem eigenen Prüfungspool sollen die Fachgruppen in den Ländern ihre Lehrlinge mit standartisierten Prüfungsbeispielen vorbereiten.
Ab dem Schuljahr 2014/15 wird nach den neuen Richtlinien gearbeitet, bis dahin sollen die Prüfer auch zertifiziert sein.

Die Direktoren der drei im Speditionsbereich ausbildenden Berufsschulen Mitterdorf, Wien und Braunau, Ewald Braunig, Erich Macho und Günter Pfatschbacher, wirkten aktiv an der Modernisierung des Lehrberufes mit. Mönichweger: Mit diesen Berufsschulen haben wir branchenkompetente Ausbildungszentren, auf die wir sehr stolz sind. Sie halten in der Ausbildung sehr engen Kontakt zu den ausbildenden Betrieben und sind um eine praxisnahe Ausbildung bemüht".

Derzeit gibt es rund 600 Betriebe in der Branche, rund ein Viertel davon bildet derzeit Lehrlinge aus. "Wir als Fachverband appellieren laufend an unsere Betriebe, selbst Lehrlinge auszubilden und damit dem Fachkräftemangel aktiv entgegen zu wirken".
Um das Berufsbild des Spediteurs zu schärfen, wird der Fachverband demnächst auch eine breit angelegt Kampagne starten. (PM)

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Fachverband Spediteure
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E-Mail: alexander.piekniczek@wko.at
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