Bienen-Dringliche - Stronach/Lugar: Es geht nur um den Profit der Agrarlobby!

Berlakovich als Umweltminister gescheitert - Kritik an EU-Agrarpolitik und Saatgutverordnung

Wien (OTS) - "Er geht nur um den Profit der Agrarlobby - der zusätzliche Ertrag durch den Pestizideinsatz bleibt bei den Bauern, die Risken müssen die Konsumenten tragen", kritisierte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar in seinem Beitrag zur "Bienen-Dringlichen". Er warf Berlakovich vor, "Sie sind als Umweltminister gescheitert!" und forderte ein Umdenken: "Die Landwirte sollen es jenen 20 Prozent der Bauern nachmachen die bewiesen haben, dass es auch ohne Chemie gibt." Denn im Sinne der Konsumenten sei: "Lieber gesunde Lebensmittel, die etwas teurer sind, als künstliche, die voller Gift sind."

Der Maiswurzelbohrer, der stets als Grund für den nötigen und massiven Einsatz von Pestiziden genannt wird, konnte sich nur deshalb massiv vermehren, "weil es keine Fruchtfolge, sondern nur noch Monokultur gibt", so Lugar. Er erinnerte, dass es in Österreich aber noch Bauern gibt, die eine Fruchtfolge einhalten. Die Profitmaximierung trotz diesen Risken sei nicht nachhaltig, aber eben EU-Politik. Lugar kritisierte, "dass allein in Österreich die EU über 20 Mio. Euro für das Stilllegen von Feldern ausgibt." Das entspricht fast einem Zehntel der Anbauflächen - "und dort wird dann auch noch mit Chemie verhindert, dass etwas wächst!"

Diese Gifte betreffen dann auch die Menschen, denn sie kommen in den Ernährungskreislauf, warnte Lugar. Doch dieses Risiko werde von der Landwirtschaft in Kauf genommen. "Es geht nur um den Profit", so Lugar. Dies habe auch die von Konzernen finanzierte Studie über den Zusammenhang zwischen Bienenstreben und Pestizideinsatz gezeigt.

Kritik gab es von Lugar auch an der EU-Saatgutverordnung. Hatten die Bauern Jahrtausende lang einen Teil der Ernte als Saat aufgehoben, so habe das "Berlakovich zusammen mit der Agrarlobby verhindert. Vermehrbares Saatgut ist praktisch verboten", so Lugar der warnte:
"wenn aber plötzlich kein Saatgut mehr von den Herstellern kommt, kann der Bauer nicht mehr produzieren!" Mittlerweile sei es in unsere Welt so, "dass Monsanto alles Saatgut verkauft, allen anderen deren eigenes Saatgut verbieten lässt und sie verfolgt - und alles andere wird niedergespritzt!", kritisierte Lugar.

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