Berlakovich: Lösungen für Bienen und Bauern notwendig!

Bienengipfel brachte Verbot von Neonikotinoiden und zahlreiche Begleit- und Ausgleichsmaßnahmen!

Wien, 13. Mai 2013 (OTS/ÖVP-PK) - "Ich stehe für eine Politik, die Bienen und Bauern gleichermaßen im Fokus hat und beide schützt", sagte ÖVP-Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich heute, Dienstag, im Rahmen der Sondersitzung des Nationalrats. In diesem Sinn habe Österreich gemeinsam mit den vom Schädlingsdruck ebenso betroffenen östlichen Nachbarstaaten im April dieses Jahres der Europäischen Kommission vorgeschlagen, die Verwendung von Neonikotinoiden grundsätzlich zu verbieten, aber regionale und zeitlich befristete Ausnahmen zu machen. "Dieser Kompromiss hätte Bauern und Bienen gleichsam geschützt", so Berlakovich, der darauf hinwies, dass eben jene Nachbarstaaten im Falle des Totalverbots des Pestizids ankündigten, in Hinkunft auf gentechnisch verändertes Saatgut zu setzen. Damit würde über den natürlichen Pollenflug gerade im Grenzgebiet Gentechnik nach Österreich eingeschleppt werden.

Der letztwöchige Bienengipfel brachte Vertreter der Landwirtschaft, Imker und die Wissenschaft an einen Tisch, um Lösungen im Dienste der Bienen und Bauern zu erarbeiten. Dabei wurde festgestellt, dass das Bienensterben auf vielfältige Ursachen zurückzuführen sei und ein europaweites Problem darstelle. Zum Schutz der Bienen habe sich der Gipfel für ein Verbot von Neonikotinoiden ausgesprochen, gleichzeitig aber auch Ausgleichsmaßnahmen für den Ernteentfall von Bauern angeregt. Ebenso soll das Bienensterben wissenschaftlich intensiver ergründet werden, genauso wie die Forschung an resistenterem Saatgut arbeiten möge. "Wir haben mit dem Bienengipfel etwas geschafft, was in Europa nicht möglich war: Maßnahmen zum Schutz der Bienen und für die Landwirtschaft", so Berlakovich weiter.

Dem verstärkten Bedürfnis der Bevölkerung nach Information hinsichtlich der Verwendung von Pestiziden sei durch die Einbringung einer Novelle des Umweltinformationsgesetzes entsprochen worden. "Mit dem eingebrachten Antrag entsprechen wir dem Wunsch nach maximaler Transparenz bei gleichzeitiger Wahrung des individuellen Datenschutzes", so Berlakovich, der abschließend allen Bauern und Imkern für die europaweit einzigartige Qualität der produzierten Lebensmittelqualität dankte. (Schluss)

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