Sondersitzung: BZÖ-Bucher: Machen Sie sich auf den Heimmarsch und den Weg frei für echten Umweltschutz, Herr Berlakovich!

BZÖ hat bereits 2010 Pestizidverbot beantragt

Wien (OTS) - "Vielen - wie auch dem neuen SPÖ-Oberbienenschützer Josef Cap - geht es heute offenbar nicht um die Bienen, sondern um Wahlkampf", so BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher am Beginn seiner Rede anlässlich der heutigen von der Opposition beantragten Sondersitzung des Nationalrates zum Bienensterben. Jahrelang sei das Problem von der Regierung ignoriert worden. Bucher verwies darauf, dass das BZÖ bereits im Jahr 2010 einen Antrag auf Pestizidverbot im Parlament eingebracht habe und ÖVP-Minister Berlakovich im selben Jahr bei Anfragen des BZÖ Informationen verweigert habe. "Muss es in Österreich immer erst einen Skandal geben, damit sich wenigstens ein bisschen bewegt? Das ist ja wie beim Spekulationsverbot!", so Bucher, der es begrüßenswert fand, dass sich alle Oppositionsparteien dem Aufruf des BZÖ zu einem gemeinsamen Misstrauensantrag an Berlakovich angeschlossen haben. Der Umweltminister inseriere auf Steuerzahlerkosten wie ein Großkonzern, wenn es aber um konkrete Information der Bevölkerung - beispielsweise bei der Frage nach der verwendeten Pestizidmenge in Österreich - berufe sich Berlakovich sofort auf das Amtsgeheimnis.

Der BZÖ-Chef kritisierte auch massiv das Netzwerk aus ÖVP-Bauernbund und Pharmalobby in Österreich. Neben von der Pharmaindustrie finanzierten Studien der AGES, seien besonders die Inserate der Pestizidhersteller in der Bauernzeitung des ÖVP-Bauernbundes hinterfragenswert und vielleicht sogar ein Fall für den Staatsanwalt. "In der Bauernzeitung findet sich im Impressum nicht nur der Name des Umweltministers, sondern auch fast der halbe ÖVP-Parlamentsklub, dessen Medium von der Pharmaindustrie angefüttert wird. Das BZÖ sagt ein klares Nein zu Umweltgiften. Machen Sie sich auf den Heimmarsch und machen Sie den Weg frei für echten Umweltschutz, Herr Berlakovich", so Bucher

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