Musiol zu Familientag: Österreich muss endlich familienfreundlicher werden

Wien (OTS) - Wenn Familienminister Mitterlehner am Ende seiner Amtsperiode das Ziel ausgibt Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen, ist das für Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, doch zynisch. "Seit 2008 hatte Mitterlehner Zeit Österreich familienfreundlicher zu machen. Bei ausreichend Kinderbetreuungsplätzen sind wir von europaweiter Vorbildfunktion meilenweit entfernt", kommentiert Musiol und verweist darauf, dass Österreich das EU-Ziel, bis 2010 für jedes dritte Kind unter drei einen Krippenplatz zu schaffen auf 2016 verschoben hat. "Bei uns hat derzeit jedes fünfte Kind unter 3 einen Platz, in Dänemark und Schweden haben 60% der Kleinen die Möglichkeit eine Krippe zu besuchen.

Schlusslicht ist Österreich auch bei der Ausbildung der ElementarpädagogInnen. Wir werden in Kürze das einzige europäische Land sein, in dem KindergartenpädagogInnen nicht auf die Uni müssen. "Der Rest Europas hat bereits erkannt, dass Bildung bereits in Krippe und Kindergarten beginnt und bildet KindergartenpädagogInnen auf Hochschulniveau aus", sagt Musiol. Sie fordert nun die Regierung auf, mit der PädagogInnenausbildung die Zeichen der Zeit zu erkennen und ein verpflichtendes Hochschulstudium für die KindergartenpädagogInnen der nächsten Generation einzuführen. "Hier sind die Grenzen der Familienfreundlichkeit der ÖVP offensichtlich erreicht", so Musiol.

"Familienpolitik sollte Kinderarmut verringern und alle Kinder und Familien im Fokus haben und nicht - wie der Kinderfreibetrag der ÖVP nur die gutverdienenden. Jedes Kind soll die gleichen Bildungschancen unabhängig der Einkommenssituation der Eltern haben. Ein qualitativ hochwertiges Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen ist dafür unerlässlich", so Musiols Forderung.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0010