"FamilienStärken" zweite wichtige Säule der SOS-Kinderdorf-Arbeit

Mobile Unterstützung von Familien in Krisen, vorübergehendes Zuhause in Kinder- und Krisenwohngruppen, Gastfamilien in SOS-Kinderdörfern.

Innsbruck/Wien (OTS) - Der 15. Mai ist der internationale Tag der Familie. Er wurde 1993 durch eine Resolution der UN Generalversammlung geschaffen, um die öffentliche Unterstützung für Familien zu verstärken. Seither hat sich die Familienwirklichkeit in Österreich sehr verändert, die Anforderungen an Familien sind stark gestiegen. Familienleben ist fast so etwas wie Hochleistungssport geworden. Familien müssen ständig zeigen, dass sie perfekt funktionieren und die hohen gesellschaftlichen Anforderungen erfüllen. Dabei setzen sich Eltern selbst oft unter großen Druck. In der Schule wird immer mehr erwartet. Die Arbeitswelt ist zunehmend rauer geworden. Ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit oder Arbeit fern vom Wohnort erschweren ein normales Familienleben. Manchmal bleibt nicht einmal mehr Zeit für ein gemeinsames Wochenende. Prekäre Verhältnisse mit Geldsorgen tun ein Übriges. Da braucht es nur eine einzige zusätzliche Belastung, wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder ein Beziehungsproblem, und das fragile Gefüge gerät aus dem Gleichgewicht. Dann erreichen Familien ihre Grenzen, an denen sie einfach nicht mehr können und ihnen alles über den Kopf wächst. Das gilt für alle Familienformen, von der Kern- oder Ein-Eltern-Familie über "Regenbogen-" und "Patch-Work-Familien" bis zu Mehrgenerationen-Familien.

Wirksame Hilfe für Familien in Krisen

Kinder brauchen ein liebevolles Zuhause. Wenn Familien an ihre Grenzen stoßen, wie kann man ihre Not lindern, sie entlasten und fördern, damit sie ihre Belastungen wieder selbst in den Griff bekommen? FamilienStärken heißt mit den Eltern und engen Bezugspersonen der Kinder zusammenzuarbeiten: Es geht um Hilfestellung, neue Anregungen und konkrete Unterstützung. Familien sollen ihre Stärken (wieder)entdecken. SOS-Kinderdorf hat dafür spezifische Angebote entwickelt. Mobile Familienstärkung: Eltern erhalten Unterstützung und Begleitung, damit sie es selbst schaffen, ihre Kinder gut zu betreuen und zu fördern - dass alle gemeinsam zuhause leben können. Kinder- und Krisenwohngruppen: Kinder erhalten in Krisenzeiten, in denen sie nicht in ihrer Familie bleiben können, vorübergehend ein Zuhause mit dem Ziel, nach Stärkung ihrer Eltern wieder in ihre eigene Familie zurückzukehren. Gastfamilien: Ein Elternteil oder beide wohnen in akuten Krisen vorübergehend mit ihren Kindern in einem SOS-Kinderdorf, um in dieser schützenden Atmosphäre leichter neue Wege für ein gedeihliches Aufwachsen und Zusammenleben als Familie zu lernen.

Fachtagung zum Thema "FamilienStärken" im Frühjahr 2014

Im Bereich der Jugendwohlfahrt wird das Thema Familienstärken zunehmend diskutiert. Als Beitrag dazu bereitet SOS-Kinderdorf gerade eine zweitätige Fachtagung vor, die am 25. und 26. Februar 2014 in Innsbruck stattfinden wird.

Kinder und Jugendliche aus besonders belasteten Familien wirksam unterstützen und in schwierigen Phasen begleiten. Gemeinsam mit ihnen und den Eltern Wege aus der Krise suchen und ein Aufwachsen in einem liebevollen Zuhause ermöglichen. Das sind zentrale Anliegen von SOS-Kinderdorf. Seit Jahrzehnten bietet SOS-Kinderdorf Kindern/Jugendlichen, die langfristig nicht bei den Eltern aufwachsen können, ein neues, familiennahes Zuhause in einem SOS-Kinderdorf. Heute liegt ein zweiter Schwerpunkt im Bereich der Prävention und ambulanten Unterstützung. 2011 hat SOS-Kinderdorf durch Familien stärkende Angebote über 4.800 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreut, in den langfristig ausgerichteten Angeboten (SOS-Kinderdorf-Familien und Jugendwohnen) über 1.500 junge Menschen.

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Viktor Trager
SOS-Kinderdorf/Presse
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