Kadenbach: Bienen schützen statt Chemiekonzerne

SPÖ-Europaabgeordnete begrüßt klare Haltung des österreichischen Bundeskanzlers beim Verbot von Neonicotinoiden

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments, begrüßt die klare Haltung von Bundeskanzler Werner Faymann und seine Linie, im Sinne des Bienenschutzes ein Totalverbot von Neonicotinoiden auszusprechen. "Die Studie der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vom Dezember 2012 belegt die Gefahren für Bienen, aber auch Regenwürmer, Hummeln, Käfer, Schmetterlinge und Ameisen sind gefährdet. Insbesondere Pestizide, Antibiotika und Monokulturen sind hauptverantwortlich für das Bienensterben. Ich freue mich, dass die bereits seit mehr als einem Jahr am Tisch liegenden Forderungen des Europäischen Parlaments endlich die entsprechende Rückendeckung und öffentliche Wahrnehmung bekommen haben", sagt Kadenbach am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Morgen, Mittwoch, stehen beim Agrarministerrat in Brüssel die Anträge zu den Neonicotinoid-Verboten zur Abstimmung. Kadenbach: "Ich hoffe auf eine Unterstützung von ÖVP-Minister Berlakovich im Sinne des Umweltschutzes, der Artenvielfalt und auch der Lebensmittelsicherheit. Bienen schützen muss Vorrang haben vor dem Schutz der Chemiekonzerne, die mit enormen Summen Lobbyarbeit betreiben und Werbeanzeigen in Bauernzeitungen schalten. Wir Politikerinnen und Politiker haben aber die Aufgabe, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen zu treffen, auch wenn das gegen die Interessen von Chemiekonzernen geht." (Schluss) bj/mp

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