Polnische Straßenverwaltung GDDKiA zieht rechtswidrig Bankgarantie - ALPINE tritt vom Vertrag für polnische Autobahn A1 zurück

Trotz intensiven Bemühungen keine konstruktive Lösung mit Auftraggeber GDDKiA möglich

Salzburg (OTS) - Die ALPINE Bau GmbH gab heute dem Auftraggeber, der staatlichen Straßenverwaltung GDDKiA, den Vertragsrücktritt für das Brückenbauwerk MA532 der polnischen Autobahn A1 bekannt. Das statische Design der Schrägkabelbrücke gilt in internationalen Expertenkreisen als höchst umstritten. ALPINE hatte in der Vergangenheit dem Auftraggeber zahlreiche, von internationalen Brückenbauspezialisten untermauerte, konstruktive Lösungsvorschläge für eine professionelle und sichere Fertigstellung der Schrägkabelbrücke MA532 vorgelegt. Auch Treffen zwischen der Geschäftsführung von ALPINE und Vertretern der GDDKiA in Warschau -das letzte erst vergangenen Freitag, den 10. Mai - verliefen ohne Fortschritte in Richtung einer konstruktiven Lösung. Gestern, Montag 13. Mai, wurde unter Einbeziehung des international anerkannten Brückenbauspezialisten Jan Biliszczuk den Vertretern der GDDKiA ein weiterer Lösungsvorschlag unterbreitet. Offenbar als Reaktion darauf beantragte die GDDKiA die Auszahlung einer von ALPINE gelegten Bankgarantie in der Höhe von 12 Mio. Euro. ALPINE hat gegen dieses rechtswidrige Vorgehen juristische Schritte eingeleitet.

"Wir haben uns intensiv für eine professionelle und konstruktive Lösung eingesetzt, die aktuellen Schritte der GDDKiA können aber nicht akzeptiert werden und entsprechen in keiner Weise unseren Vorstellungen einer guten Partnerschaft - wir sind enttäuscht!", so der CEO der ALPINE Holding, Arnold Schiefer. "Das Verhalten der GDDKiA ist umso verwunderlicher, als damit den polnischen Steuerzahlern der lang ersehnte Lückenschluss der internationalen Autobahn A1 vorenthalten wird. Wir sind nicht mehr bereit, als Bauunternehmen polnische Infrastruktur vorzufinanzieren und werden die finanzielle Stabilität unseres Unternehmens mit allen Mitteln verteidigen. Wir wollen nicht im Konkurs enden wie zahlreiche polnische Bauunternehmen", erklärte CEO Schiefer.

Der Auftrag für das 18,3 Kilometer lange Autobahnteilstück der A1 zwischen Swierklany und Gorzyczki wurde 2010 erteilt, das Projekt wurde bis auf die Brücke MA532 fertiggestellt und bereits durch die GDDKiA abgenommen. ALPINE errichtet in Polen zwei weitere Projekte für den Auftraggeber GDDKiA: die Schnellstraße S5 zwischen Posen und Breslau und die Landstraße DK 16 im Nordosten Polens. Sollte es auch bei diesen Projekten kein Bestreben seitens der GDDKiA geben, konstruktive Problemlösungen zu finden, behält sich ALPINE weitere Schritte vor, die ebenfalls einen kompletten Rückzug von den Verträgen bedeuten können.

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