Eigentumssteuern treffen Klein- und mittelständische Unternehmen!

Studie der KMU Forschung Austria zeigt: Massive Auswirkungen auf den heimischen Betriebsstandort zu befürchten - Beispiel 1: Tischlereibetrieb in Ostösterreich

Wien (OTS/PWK309) - Neue Vermögens-bzw. Eigentumssteuern würden die heimischen Betriebe unabhängig von Gewinn oder Verlust direkt in der Substanz treffen und Standort und Arbeitsplätze gefährden. Zwei Drittel der Eigentumssteuern müssten dabei die Betriebe leisten. Das ist der Sukkus der aktuellen Studie der KMU Forschung Austria über die Auswirkungen einer Einführung der in Diskussion befindlichen Eigentums- und Vermögenssteuern.
Österreich liegt bereits jetzt im EU-Spitzenfeld bei der Steuer- und Abgabenlast. Um den heimischen Standort zu attraktivieren, gilt es, die Steuerlast zu vermindern, denn Österreich ist eine offene Volkswirtschaft und neue Steuern sind kontraproduktiv für die weitere Entwicklung unseres Landes.

Vor diesem Hintergrund liefert die WKÖ Fakten auf Basis der Studie der KMU Forschung Austria zu den erwartbaren Auswirkungen von neuen Eigentums- und Vermögenssteuern auf Betriebe unterschiedlicher Größen und Sparten. Die Beispiele beruhen dabei auf Daten jener Betriebe, die sich in der Bilanzdatenbank der KMU Forschung Austria befinden und spiegeln damit 1:1 die betriebliche Situation wider.

Tischlereibetrieb mit bis zu 66.500 Euro Vermögenssteuer betroffen!

Ein mittelständischer Tischlereibetrieb im Osten Österreichs wäre in folgender Weise von etwaigen Eigentumssteuern betroffen. Im Jahr 2010 waren im Durchschnitt etwa 100 Personen in diesem Betrieb beschäftigt. Der Jahresumsatz belief sich auf rd. Euro 18 Mio und das Unternehmensergebnis (vor Ertragssteuern) betrug rd. Euro 1,2 Mio. Somit waren etwa Euro 300.000,- an Körperschaftssteuer zu bezahlen sowie im Falle von Gewinnausschüttungen die entsprechende Kapitalertragssteuer. Das Reinvermögen betrug Ende 2010 rd. Euro 10 Mio. Eine Immobilie befindet sich im Betriebsvermögen.
Bei einem Steuersatz von 0,3 % und einem Freibetrag von Euro 1 Mio ergäbe sich eine jährliche Vermögenssteuer in Höhe von rd. Euro 27.000,-; bei einem Freibetrag von Euro 0,5 Mio liegt die Steuer bei etwa Euro 28.500,-. Bei einem Steuersatz in Höhe 0,7 % würde die Vermögenssteuer je nach Freibetrag zwischen rd. Euro 63.000,- und rd. Euro 66.500,- liegen. (us)

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