Aktuell, berührend und packend: Tobias Moretti und Andreas Lust in "Mobbing"

ORF-Premiere des topbesetzten Psychodramas am 15. Mai in ORF 2

Wien (OTS) - Ein schönes Haus, ein sicheres Einkommen, eine gesunde Familie und ein großer Freundeskreis: Ein Leben, wie es schöner nicht sein könnte - bis eine neue Vorgesetzte in das Leben des Familienvaters tritt und sein Leben zur Hölle macht. Mit der ORF-Premiere von "Mobbing" steht am Mittwoch, dem 15. Mai 2013, um 20.15 Uhr die brillante Verfilmung von Annette Pehnts gleichnamigem Erfolgsroman auf dem Programm von ORF 2 (auch als Hörfilm). In der Hauptrolle dieses bewegenden Psychodramas glänzt Publikumsliebling Tobias Moretti, der gemeinsam mit TV-Ehefrau Susanne Wolff seinen ganz eigenen Weg finden muss, um der Spirale aus Hilflosigkeit, Wut, Misstrauen, Überforderung und Angst zu entkommen. An der Seite von Moretti und Wolff ist Andreas Lust (zuletzt auch in "Tod in den Bergen") als guter Freund und Arbeitskollege zu sehen. In weiteren Rollen standen u. a. Bettina Mittendorfer ("Eine ganz heiße Nummer"), Krista Stadler ("Clarissas Geheimnis") und Margret Völker vor der Kamera. Regie führte Adolf-Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann ("Ihr könnt euch niemals sicher sein") nach Drehbüchern von Eva und Volker A. Zahn.

Tobias Moretti: "Gespenstisch, aufregend und einfach spannend"

"Das Faszinierende ist, dass die Geschichte im Kleinen und nicht im Großen erzählt wird. Die mobbende Person bleibt ein Phantom, dadurch wird die Sache noch gespenstischer. Es geht auch nicht um Riesengeschäfte oder um abstrakte Machtgefüge, sondern um das Demontieren in Kleinstrukturen, die jedem bekannt sind. Jochen Rühler ist ein Mensch, mit dem wahrscheinlich viele Akademiker tauschen wollen: ein toller Job, eine wunderbare Familie, ein erfülltes Leben, das scheinbar unerschütterlich ist. Und dann verliert er zuerst sein Umfeld, dann seine Familie und letztlich sich selbst. Für mich war das eine aufregende Arbeit, und mit Susanne Wolff hat sich eine Konstellation ergeben, in der zwei Theaterviecher das Dramatische in der bürgerlichen Normalität provozieren und herauskitzeln. Dadurch ist eine Art von Abstraktion gelungen, die einfach spannend war."

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Ein wohnliches Heim, ein sicheres Einkommen, zwei prächtige Kinder, ein großer Freundeskreis: Anja (Susanne Wolff) liebt ihr Leben mit Jo (Tobias Moretti), in dem Glück und Zufriedenheit regieren. Der charismatische Jo ist im Kulturreferat der kleinen Stadt für die großen Projekte zuständig und wegen seiner engagierten und zupackenden Art beliebt. Nur die neue Vorgesetzte scheint das nicht so zu sehen. Anja bemerkt, wie Jos Stimmung von Tag zu Tag an Gereiztheit zunimmt. Dann werden ihm sukzessive seine Kompetenzen entzogen - und schließlich wird er zum Handlanger degradiert. Die Kollegen wenden sich ab. Der Druck in der Arbeit überträgt sich auf das Familienleben und beginnt, Jo und Anja zu verändern. Dann wird Jo fristlos gekündigt. Eine Intrige seiner Kollegen? Er verschweigt Anja zunächst den Grund dafür. Angst, aber auch gegenseitiges Misstrauen machen sich zwischen den beiden breit. Jo reicht beim Arbeitsgericht Einspruch gegen die Kündigung ein, doch der Prozess dauert und dauert. Anjas Umgang mit der belastenden Situation schwankt zwischen Empathie und Hilflosigkeit, Pragmatismus und ohnmächtiger Wut. Denn Jo verschließt sich, ist neuen Ideen gegenüber resistent. Er setzt alles auf eine Karte - das Urteil am Arbeitsgericht.

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