Aserbaidschan: Chancen für österreichische Firmen bei Infrastrukturausbau

Staatspräsident Ilham Alijew mit Bundespräsident Heinz Fischer bei Wirtschaftsforum in der WKÖ

Wien (OTS/PWK306) - Anlässlich seines offiziellen Staatsbesuches
in Österreich nahm der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Alijew, gestern (Montag) am "Wirtschaftsforum Österreich-Aserbaidschan" in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) teil.

In seiner Eröffnungsrede wies WKÖ-Präsident Christoph Leitl auf die guten bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Staaten hin. Dass Aserbaidschan für die österreichische Exportwirtschaft ein Zukunftsmarkt sei, zeige sich auch an den guten Außenhandelsziffern. Das bilaterale Außenhandelsvolumen legte im Vorjahr um 82% zu. Österreich exportierte 2012 Waren im Wert von rund 115 Mio. Euro nach Aserbaidschan. Das Importvolumen machte 158 Mio. Euro aus. Leitl:
"Ich sehe vor allem durch die aktuelle Schwerpunktsetzung der aserbaidschanischen Regierung hin zu einer Diversifizierung der Wirtschaft, weg von der alleinigen Fokussierung auf den Öl- und Gassektor, gute Möglichkeiten für österreichische Unternehmen in Zukunft die Wirtschaftsbeziehungen noch weiter zu vertiefen."

Auch Bundespräsident Fischer sieht in Aserbaidschan einen wichtigen Zukunftsmarkt für österreichische Firmen und wies auf das gute "Standing" Österreichs in Aserbaidschan hin. So wird gerade ein Prestigeprojekt, die Renovierung des 'Maiden-Towers', eines wichtigen aserbaidschanischen Nationaldenkmals, durch ein österreichisches Unternehmen vorgenommen. Präsident Alijew betonte, dass österreichische Firmenvertreter in Aserbaidschan herzlich willkommen seien und lud sie ein, sich direkt vor Ort ein Bild über die mannigfaltigen Kooperationsmöglichkeiten zu machen. Aserbaidschan wolle eine neue Gesamtwirtschaft aufbauen, die neben den zwei Säulen des Öl- und Gassektors auch auf anderen festen Standbeinen stehe. Dazu seien das Know-how und die Expertise österreichischer Firmen, die auf vielen Gebieten zu den Weltmarktführern zählen, gefragt und willkommen.

Die Republik Aserbaidschan ist flächenmäßig und auch in Bezug auf die Einwohnerzahl mit Österreich vergleichbar. Die Hauptstadt Baku erlebt einen anhaltenden Bau- und Investmentboom. Für österreichische Firmen bieten sich vor allem Chancen bei der Zulieferung zur Erdöl-und Erdgasindustrie, bei der Modernisierung der Energieversorgung, im Gesundheitsbereich, im Umweltschutz und in der Lebensmittelverarbeitung. Weiters investiert die Republik Aserbaidschan in die Infrastruktur (Straßen, Autobahnen, Eisenbahnen, Wohnbau, usw.). Auch hier wird es künftig Möglichkeiten für österreichische Firmen geben. Aktuelle österreichische Projekte in Aserbaidschan sind unter anderem die Planung des Ausbaus des Schiresorts Shahdag durch IFL, dem zum Beispiel die Firma Doppelmayr als Zulieferer folgte. Weiters wird der neue Flughafen in Baku zum Teil von Waagner-Biro ausgestattet. (BS)

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