Korun: Sinkende Einbürgerungszahlen, trotzdem macht Regierung weiter Retro-Politik

Grüne: Hier geborene Kinder sind Österreicher; Reform überfällig

Wien (OTS) - "Wenn Einbürgerungszahlen, die ohnehin nur mehr ein Fünftel dessen betragen, was sie noch vor ein paar Jahren waren, nun weiter rückläufig sind, ist das ein lebhafter Beweis: unser Staatsbürgerschaftsrecht ist auf Ausschluss und nicht auf Integration ausgerichtet. Und die Bundesregierung hält mit dem aktuellen Gesetzesentwurf auch noch an dieser Retro-Ausschlusspolitik fest", meint Alev Korun, Migrationssprecherin der Grünen, zum jüngsten Rückgang bei den Einbürgerungen.

"Immer weniger hier lebende Menschen können auch an der Demokratie teilnehmen und mitbestimmen, da ihnen die Staatsbürgerschaft oft verwehrt wird. Eben jene Gründe, die zu diesem Ausschluss führen, sollen aber mit dem aktuellen Regierungsvorschlag weiter bestehen bleiben: hohe Einkommenshürden, die AlleinerzieherInnen und GeringverdienerInnen ausbremsen; sehr hohe Kosten bei der Verleihung von Staatsbürgerschaften und doppelt so lange Wartefristen wie in anderen europäischen Ländern", erläutert Korun.

Hier geborene und aufwachsende Kinder sind ÖsterreicherInnen. Wenn jedes Jahr 10.000 hier geborene Kinder zu AusländerInnen gestempelt werden und sie Jahre später in langen und teuren Verfahren eingebürgert werden, muss auch unsere Regierung irgendwann einsehen, dass wir moderne Staatsbürgerschaftsgesetze brauchen, die unsere moderne und vielfältige Gesellschaft widerspiegeln und nicht angestaubte Gesetze. Die Zukunftsfähigkeit Österreichs hängt aber gerade davon ab, dass wir uns gemeinsam eine Zukunft aufbauen und gemeinsam Österreich besser machen. Dabei einen immer größer werdenden Anteil an der Bevölkerung außen vor zu lassen ist verantwortungslos, retro und kurzsichtig", sagt Korun.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003