Studie: Weiterbildung trägt zu Work-Life-Balance bei

Studienpräsentation anlässlich des "Tags der Weiterbildung" am 12. Juni 2013 (www.tag-der-weiterbildung.at)

Wien (OTS) - Die meisten heimischen Unternehmen setzen Maßnahmen für eine bessere Work-Life-Balance ihrer Beschäftigten. Doch nicht alle Angebote sind in gleichem Ausmaß verbreitet, und auch die Nutzung der einzelnen Angebote durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist sehr unterschiedlich. Das zeigt die aktuelle Studie "Weiterbildung 2013", die von der "Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung" (PbEB) in Auftrag gegeben und heute in Wien präsentiert wurde. 500 Führungskräfte heimischer Unternehmen mit über 20 Beschäftigten wurden von MAKAM Research befragt. Die Ergebnisse im Detail:

- Insgesamt sind neun von zehn Unternehmen überzeugt, dass Weiterbildung die Work-Life-Balance der Beschäftigten fördert. 53% dieser Unternehmen sehen positive Effekte durch Führungskräftetrainings. Der Nutzen von Gesundheitsschulungen sowie Zeit- und Selbstmanagementtrainings wird von jeweils 48% der Unternehmen bejaht. Aber auch bewusstseinsbildende Trainings sind wirkungsvoll, sagen 39% der Befragten. Etwas weniger häufig werden mit jeweils 20% Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen Generationenmanagement und Diversity-Trainings genannt.

- "Die Studie zeigt: Fast alle Unternehmen machen sich Gedanken zur Work-Life-Balance und bieten auch spezifische Maßnahmen an. Diese umfassen neben Weiterbildung vor allem auch flexible Arbeitszeitmodelle oder Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Interessant ist aber, dass nicht alle Maßnahmen der Unternehmen von den MitarbeiterInnen gleich gut angenommen werden", analysiert Hannes Knett, Sprecher der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB). So ist die Nutzung von Angeboten zur Burn-Out-Vorbeugung nicht sehr hoch. Zwar bieten 25% der Betriebe Maßnahmen in diesem Bereich an. Von diesen sagen aber 42%, dass die Angebote zur Burn-Out-Vorbeugung nur von "wenigen" oder "keinen" MitarbeiterInnen in Anspruch genommen werden. Anders sieht es dagegen bei Maßnahmen zur Sicherheit am Arbeitsplatz aus: Diese werden von den meisten Betrieben angeboten, nämlich von 76%. Und davon sagen 89%, dass sie von "fast allen" oder "vielen" Beschäftigten auch genutzt werden. Knett: "Manche Beschäftigte scheinen Skrupel zu haben, eine Maßnahme zu besuchen, die deutlich in Richtung Förderung der Work-Life-Balance geht. Es ist natürlich auch Aufgabe der Betriebe, die Angebote intern so zu kommunizieren, dass es keine Vorbehalte gibt, etwa seitens der KollegInnen oder der Führungskräfte. Hier können bewusstseinsbildende Maßnahmen ansetzen."

- Aktivitäten, welche die Work-Life-Balance des Personals steigern, wirken sich laut Einschätzung der Führungskräfte direkt positiv auf das Unternehmen aus: 83% sagen, dass die Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen steigt. 81% erhoffen sich ein besseres Betriebsklima. Immerhin 73% gehen von einer höheren Leistungsbereitschaft aus. 72% wollen durch Maßnahmen im Bereich Work-Life-Balance ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen. 65% wollen damit ein Arbeitsklima fördern, das die Gesundheit des Personals begünstigt. Und 62% rechnen mit geringerer Fluktuation. "Dazu kommt, dass Unternehmen nun auch einer gesetzlichen Verpflichtung unterliegen, um arbeitsbedingte psychische Belastungen zu reduzieren: Seit Anfang 2013 sind Unternehmen verpflichtet, eine Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchzuführen", ergänzt PbEB-Sprecher Hannes Knett die Beweggründe der Unternehmen, um Maßnahmen im Bereich Work-Life-Balance durchzuführen.

- In welchem Ausmaß es Angebote für Weiterbildung und Work-Life-Balance gibt, hängt aber nicht nur mit dem Nutzen zusammen, den sich die Unternehmen versprechen, sondern auch mit dem Angebot an Förderungen: Würde es mehr Förderungen geben, würden zwei Drittel der Unternehmen ihr Weiterbildungs-Angebot für die ArbeitnehmerInnen ausbauen.

- Spannend ist, dass trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen immerhin 64% der heimischen Betriebe im Jahr 2013 ihre Weiterbildungsbudgets konstant halten. 17% der Unternehmen haben sogar mehr Budget für Weiterbildung eingeplant als im Vorjahr. Und 7% der Unternehmen reduzieren ihre Ausgaben für Weiterbildung.

Tag der Weiterbildung am 12. Juni

Heuer findet bereits zum 5. Mal der "Tag der Weiterbildung" in ganz Österreich statt. Der Veranstalter des Aktionstages, die "Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung", repräsentiert mit ihren Mitgliedern ein Drittel des Marktes für berufsbezogene Weiterbildung.

In fast allen Bundesländern finden rund um den "Tag der Weiterbildung" am 12. Juni 2013 spannende Events zum Thema Weiterbildung statt. Die kostenlosen Veranstaltungen sind meist für alle Bildungsinteressierten zugänglich. Schwerpunkt ist heuer das Thema Work-Life-Balance. Das Spektrum umfasst Podiumsdiskussionen, Informationsabende, Business Breakfasts und Matineen sowie Tage der offenen Tür. Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen sowie Termine und Anmeldung unter www.tag-der-weiterbildung.at

Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung

Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung wurde im Jahr 2007 gegründet und ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führender Anbieter in der berufs- und wirtschaftsbezogenen Aus- und Weiterbildung.

Zu den Mitgliedern der Plattform zählen folgende Unternehmen:

  • Akademie der Wirtschaftstreuhänder
  • Berlitz Austria GmbH
  • bit Gruppe - best in training
  • die Berater(R)
  • Humboldt Bildungsgesellschaft m.b.H.
  • ipcenter.at GmbH
  • ÖPWZ - Österreichisches Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits Zentrum
  • TÜV AUSTRIA AKADEMIE GMBH
  • WIFI - Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Österreich

Darüber hinaus nimmt das Controller Institut als Partner am "Tag der Weiterbildung 2013" teil. Für den "Tag der Weiterbildung 2014" werden zusätzliche Kooperationspartner gesucht. Interessenten können nähere Informationen dazu per Mail anfordern (kuensberg@promitto.at).

Weitere Informationen:

Rückfragen & Kontakt:

Kontaktbüro der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung
Mag.a Martina Künsberg von Sarre und Mag.a Stephanie Moser
c/o promitto gmbh, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien
Email: kuensberg@promitto.at und moser@promitto.at
Tel.: 01 585 38 96-0

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