Einbürgerungen im Sinkflug: Fremdenfeindliche Politik produziert immer mehr "Fremde"

Niedrige Einbürgerungsrate ist Schaden für Demokratie

Wien (OTS) - Laut Statistik Austria hat sich die Zahl der Einbürgerungen im 1. Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahr um 11,6 % reduziert. SOS Mitmensch wertet die im europäischen Vergleich einzigartig niedrige Einbürgerungsrate in Österreich als Alarmsignal und fordert ein Ende der Nichteinbürgerungspolitik. "Es ist paradox:
eine fremdenfeindliche Politik sorgt dafür, dass es in Österreich immer mehr "Fremde" gibt. Noch paradoxer ist nur, dass sich der für Integration zuständige Staatssekretär dafür stark macht, dass das auch weiterhin so bleibt", kritisiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch die geplante Staatsbürgerschaftsnovelle. "In ihrer jetzigen Form stellt die Novelle nur in Randbereichen eine Verbesserung dar. Im Kern verfestigt sie sogar den Ausschluss vieler Mitmenschen von wichtigen Grundrechten. Der Schaden, der dadurch an unserer Gesellschaft und der Zukunft unserer Demokratie angerichtet wird, ist enorm. Wir fordern eine politische Schubumkehr: Menschen, die hier geboren oder aufgewachsen sind oder schon lange hier leben, sollen endlich ohne Schikanen eingebürgert werden können."

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Alexander Pollak
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apo@sosmitmensch.at
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