ÖVI fordert faire Diskussion über das Thema Wohnen

Einseitige Maklerprovision wird abgelehnt

Wien (OTS) - Einmal mehr wird das Thema Wohnen als Wahlkampfmunition missbraucht, ärgert sich Mag. Udo Weinberger, Präsident des Österreichischen Verbandes der Immobilienwirtschaft über die heute von SPÖ Geschäftsführer Darabos aufgestellten Forderungen zum Wohnrecht.

Der Verweis auf die Aussage eines "unabhängigen Experten", dem Chefökonomen der Bank Austria, in einem Kurier-Interview soll diese Forderungen unterstreichen. Eine Reihe von Aussagen in diesem Interview sind aber objektiv falsch oder zumindest verkürzt wiedergegeben, analysiert Weinberger die Schlussfolgerungen des BA-Ökonomen. "Schade, dass die Immobilienwirtschaft von der Volkswirtschaftslehre nach wie vor stiefmütterlich behandelt wird. Es stimmt einfach nicht, dass innerhalb der letzten 4 Jahre eine Mietensteigerung um 20% stattgefunden hätte".

Eine WIFO Studie aus dem Jahr 2012 kommt zB zum Ergebnis, dass die Steigerung sogar unter der Inflation gelegen ist. Auch der Immobilienindex des Fachbereichs für Stadt - und Regionalforschung der TU Wien (AT Immobilienindex) kommt zu einem deutlich niedrigeren Ergebnis.

Vorweg muss einmal - hier exemplarisch am Beispiel Wien -festgestellt werden, worüber man spricht, wenn man an Miete denkt:
über die 55 Prozent geförderte und kommunale Mietwohnungen? Über die 35% der begehrten privaten Altbaumietwohnungen, die den Mietzinsbegrenzungen des Richtwerts unterliegen? Oder über den frei vereinbaren Mietzins in den 7% Neubau-Mietwohnungen und 3% Mietwohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern?

"Unsere Forderung an die Politik ist, dass durch Schaffung von mehr Angebot die erhöhte Nachfrage abgefedert wird, nicht durch eine Verschärfung der Zwangsbewirtschaftung im MRG. Da die Vermarktungskosten im gesetzlich beschränkten Richtwertmietzins nicht eingepreist werden können, wehren wir uns auch gegen die Forderung, dass nur der Vermieter den Makler bezahlen solle. Bei jedem Einkauf im Supermarkt werden die Marketingkosten vom Konsumenten mitbezahlt, "warum soll hier das Produkt Immobilie eine Ausnahme sein?", so Weinberger abschließend.

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MMag. Anton Holzapfel
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