FP-Matiasek/Guggenbichler: Bienenschutz auf allen Ebenen

Zusammenarbeit mit Niederösterreich dringend erforderlich

Wien (OTS/fpd) - Die Rolle rückwärts beim Pestizidverbot von Minister Berlakovits habe die Gefahr für unsere Bienen noch nicht gebannt, sind die beiden Umwelt- und Naturschutzsprecher der FPÖ-Wien, Stadträtin Veronika Matiasek und LAbg. Udo Guggenbichler überzeugt. Man müsse aber jetzt die Aufmerksamkeit und Aktualität des Themas nützen, um auf allen Ebenen Maßnahmen zu setzen, die der Einschränkung des Lebensraumes und der Gefahr durch Gift für alle der Bestäubung dienenden Insekten entgegenwirken.

Neben der klaren Absage an den Einsatz schädlicher Pflanzenschutzmittel wie Neonicotinoiden gegen Maisschädlinge, die auf Bundesebene zu regeln ist, wäre aber auch auf Landesebene verstärkt Augenmerk auf den Mitteleinsatz zur Schädlingsbekämpfung zu richten, so Guggenbichler, der gleichzeitig eine Überprüfung und Neubewertung der derzeit verwendeten Substanzen und ihrer Anwendungszeiten fordert. Wien müsse darüber hinaus, die intensive Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich suchen. "Das Gift macht nicht an der Landesgrenze halt, Wien ist daher vom Pestizideinsatz im Umland unmittelbar und massiv betroffen. Wenn SPÖ-Umweltstadträtin Sima Wiens Bienen schützen will, dann wird das nicht im Alleingang möglich sein", fordert Guggenbichler einen gemeinsamen Weg der beiden Bundesländer.

Der Schutz und die Bereitstellung von Futterquellen und Lebensräumen nicht nur für Honig - sondern auch für die vielen Solitärbienen sei nach dem Schutz vor Giften die zweite Säule zu deren Bestandserhaltung, so Matiasek. Es sei daher notwendig, bei der Auspflanzung von Blumen, Sträuchern und Bäumen im öffentlichen Raum, aber auch in Wohnanlagen, Parks und entlang der Straßen, verstärkt darauf zu achten, ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Tiere bereitzustellen. Die Aussaat von Bienenweiden könne durch eine entsprechende öffentliche Verteilaktion für Gärten und Balkone sinnvoll unterstützt werden, ist Matiasek überzeugt. Wer wisse schon, dass Bienen rot-blind sind und daher rot blühende Pflanzen mit Ausnahme von Klatschmohn nicht angeflogen werden oder dass die Glockenblumen nicht nur als Nahrungsquelle sondern auch als Schlafplatz für männliche Solitärbienen besonders wichtig sind? Dies und viel mehr könne im Rahmen einer breit angelegten Informationskampagne gerade jetzt auf viel Interesse und damit auch auf große Wirkung stoßen, fordert Matiasek entsprechende Aktivitäten der Stadt.

"Wir werden eine Reihe guter und sinnvoller Vorschläge in Antragsform einbringen. Wenn Stadträtin Sima es mit dem Schutz unserer Bienen ernst meint, dann wird sie diese sicher unterstützen", zeigen sich Guggenbichler und Matiasek optimistisch. (Schluss) hn

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