AK Kärnten fordert mehr Sicherheit für Arbeitnehmer

Mit 7.647 Opfern im Jahr 2012 nimmt Kärnten österreichweit den Spitzenplatz in der Arbeitsunfallstatistik ein.

Klagenfurt (OTS) - "Der eingeschlagene Weg ist richtig, aber wir haben noch viel nachzuholen", sagte AK-Präsident Günther Goach heute bei einer Pressekonferenz zum Thema Sicherheit an Kärntens Arbeitsplätzen. Bei den anerkannten Arbeitsunfällen ist in den vergangenen Jahren zwar ein Rückgang zu verzeichnen, im österreichischen Vergleich führt Kärnten die Statistik aber immer noch an.

Im Jahr 2012 ereigneten sich in Kärnten 7.042 Arbeitsunfälle. Die so genannte Unfallrate auf 1.000 Beschäftigungsverhältnisse beläuft sich auf 40,55. Zusammen mit den Wegunfällen (605 im Jahr 2012) ergibt sich eine Opferbilanz von 7.647 Personen und eine Unfallrate von 44,03. Neun Unfälle endeten sogar tödlich.

Die meisten Arbeitsunfälle ereignen sich in der Baubranche (1.910 Unfälle). Platz zwei der gefährlichsten Branchen nehmen Produktionsbetriebe ein (1.767 Unfälle), gefolgt vom Handel und den KFZ-Reparaturbetrieben mit 585 Unfällen.

"Wir haben enormen Aufholbedarf", sagte Goach und forderte den verstärkten Einsatz von Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmedizinern sowie die gesetzliche Verankerung der betrieblichen Gesundheitsförderung. Ganz oben auf der Liste der Forderungen stehen außerdem strengere und unangemeldete Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat. Außerdem müssen die Sicherheitsvertrauenspersonen aufgewertet, mehr Betriebsratskörperschaften installiert und Kündigungen im Krankenstand, speziell nach Arbeitsunfällen, verboten werden.

Analysen und Lösungsansätze werden am morgigen Dienstag, dem 14. Mai, von 9 bis 12.30 Uhr in der Arbeiterkammer in Klagenfurt im Rahmen der Enquete "Sicher gesund am Arbeitsplatz" erörtert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Allgemeinen Unfallversicherungs-Anstalt (AUVA), dem Arbeitsinspektorat Kärnten und dem Arbeitsmedizinischen Institut (AMI) statt.

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