Berlakovich zum EU-Agrarministerrat: Keine Agrarförderungen für Golfplätze und Flughäfen

Vereinfachungen für aktive Landwirte, Klein- und Junglandwirte im Mittelpunkt

Brüssel (OTS) - Die EU-Agrarminister treffen sich heute in Brüssel zu weiteren Detailverhandlungen über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik. Schwerpunkte der heutigen Sitzung sind Klein- und Junglandwirte sowie die aktiven Landwirte.
"Wir wollen den österreichischen Weg der bäuerlichen nachhaltigen und flächendeckenden Landwirtschaft absichern. Bei den GAP-Verhandlungen geht es nun in die entscheidende Schlussphase.

"Wir brauchen eine produzierende Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung. Die Bewirtschaftung von Golfplätzen und Flughäfen zählt nicht dazu", bekräftigt Minister Berlakovich.
Um den vielfach kritisierten Förderungen von Golfplätzen und Flughäfen einen Riegel vorzuschieben, setzt sich Minister Berlakovich daher für eine verpflichtende Negativliste ein. "Das Geld soll bei jenen landen, die aktive Landwirtschaft betreiben und leistbare Qualitätsmittel erzeugen. Ich will eine zielgerichtete und einfache Lösung: jeder, der nach guter landwirtschaftlicher Praxis bewirtschaftet, soll Direktzahlungen erhalten. Es braucht hier eine nachvollziehbare Vorgehensweise", so der Minister.

Kleinlandwirte bis 1.500 Euro Höchstgrenze
"Es muss eine echte Erleichterung für Kleinlandwirte mit Ausnahmen vom Greening und Cross Compliance geben. Einfacher und weniger Bürokratie soll vor allem für Kleinlandwirte gelten. Bauern sollen mehr am Feld und im Stall sein als am Schreibtisch", unterstreicht Minister Berlakovich.
Mit Beginn der Umsetzung des neuen Direktzahlungsmodells soll der Einstieg ins Kleinlandwirteprogramm möglich sein.
Bei der Kleinlandwirteregelung will Österreich eine Höchstgrenze von 1.500 Euro.

Zukunftssignal für Junglandwirte mit Bonus
Österreich und die anderen Mitgliedsstaaten haben sich zu einem Junglandwirte-Bonus von 25% bekannt der auch über einen Pauschalbetrag geregelt werden kann.
"Das ist ein zusätzlicher Anreiz für junge Menschen Betriebe weiterzuführen. Das ist ein wichtiges Startkapital für die Zukunft und ein klares Signal für alle Hofübernehmer", betont Berlakovich.

"Der Maßstab für die weiteren Verhandlungen, die bis Juni abgeschlossen werden sollen, bleibt der bäuerliche Familienbetrieb und nicht die Agrarindustrie", so Berlakovich abschließend.

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