Fachverband Werbung und JW: "Informationen als wichtigste Ressource der Zukunft"

Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer und JW-Vorsitzender Roth: "Aktuelle Umfrage bestätigt: EU-Datenschutz Gefahr für den Kommunikationsstandort Österreich"

Wien (OTS/PWK301) - "Wir benötigen rasche, zielgerichtete und intelligente Maßnahmen, um die österreichische Werbewirtschaft in Schwung zu halten", unterstreicht Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Gleichzeitig müssen wir unserer mittelständischen Kommunikationsbranche und unseren Jungunternehmern den Rücken stärken, denn ohne faire Spielregeln ist nachhaltiges Wachstum nicht denkbar. Investitionen in Werbung und Kommunikation sichern zukünftige Produktivität, Umsätze und Arbeitsplätze."

"Information als wichtigste Ressource der Zukunft"

Derzeit verhandeln die EU-Institutionen die so genannte Datenschutz-Grundverordnung neu. Der bisher geltende EU-Rechtsrahmen stammt aus dem Jahr 1995. "Die Politik will die Übermacht und Dominanz global agierender Internetkonzerne in den Griff kriegen. Sie übersieht aber, dass sie dabei nachteilig in das Verhältnis zwischen allen Unternehmen und Konsumenten eingreift. Dabei droht aber das Kind mit dem Bade ausgeschüttet zu werden. Von der Einschränkung der Kommunikation wären Werbung und IKT-Wirtschaft in Österreich massiv betroffen", führte Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Österreich, aus: "Datenschutz geht uns alle an:
Informationen sind die wichtigste Ressource der Zukunft. Denn erst umfassende Informationen über potenzielle Kundenwünsche ermöglichen es Unternehmen, weiterhin maßgeschneiderte Waren- und Dienstleistungsangebote zu offerieren. Gerade in diesem Punkt tragen die vorliegenden EU-Entwürfe den Anforderungen der Wirtschaft und der Konsumenten nicht Rechnung."

Online-Umfrage des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation:
Datenschutz und Werbung

"Wir wollten von unseren Mitgliedern wissen, wie wirken sich mögliche Verschärfungen im Bereich Datenschutz und Online auf die Kommunikationsbranche aus. Die Auswertung von zwei Sonderfragen zeigt, dass 86 Prozent der befragten Unternehmen eine Verschärfung bei der Neuregelung des EU-Datenschutzes im Bereich Werbung und Online befürchten", analysierte Fachverbandsobfrau Sery-Froschauer:
"82 Prozent der befragten Werbeunternehmer rechnen damit, dass in ihrem Betrieb die Bedeutung von Datenschutz in der digitalen Welt zunehmen wird."

Medien- und Kommunikationsstandort Österreich stärken und ausbauen

Das bisherige Koalitionsabkommen enthält keine wesentlichen medien- und kommunikationspolitischen Themen. "Das nächste Regierungsprogramm muss die medienpolitischen Zukunftsfragen und die Rolle der heimischen Werbewirtschaft im digitalen Zeitalter klären", forderte Sery-Froschauer: "Wie stehen wir zu audiovisueller Kommunikation und zu sozialen Netzwerken? Passen unsere Rahmenbedingungen noch für Werbung etwa in Social Media? Wie gestaltet sich der regulatorische Werberahmen für Print, öffentlichen und privaten Rundfunk, Dialogmarketing, Außenwerbung und in der digitalen Welt neu?"

Jüngere Generation verlangt vernünftige Investitionen in die Zukunft

"Wir brauchen vernünftige Investitionen in die Zukunft, vor allem für die Kommunikationswirtschaft. Denn sie sind positive Multiplikatoren", fordert Roth: "Zusätzlich brauchen und wollen die heimischen Jungunternehmer Alternativen zu klassischen Finanzierungsformen."

Daher müssen aus Sicht von Fachverband Werbung und Junger Wirtschaft notwendige Reformen konsequent umgesetzt werden, um wieder auf einen robusten Wachstumskurs zu gelangen. "Oberste Ziele müssen die Sicherung und der weitere Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des IKT- und Medienstandortes Österreich sein. Daher müssen von der Politik Anreize gesetzt werden, etwa mit der Umsetzung einer Werbeausgaben-Zuwachsprämie. Wir haben dazu einen zielgerichteten Vorschlag auf den Tisch gelegt: Eine solche Investitionsmaßnahme für mehr Werbeausgaben sieht vor, eine Prämie in Höhe von 10 Prozent einzuführen. Das würde einen Anreiz für Unternehmen schaffen, mehr in Kommunikation und Werbung zu investieren", so Sery-Froschauer abschließend. (JR)

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